00:00:02:
00:00:34: Hallo zusammen und damit herzlich willkommen zu einer neuen und aktuellen Folge von Wunder, Wissen Weltkrieg.
00:00:42: Mein Name ist Raffaela Höfner.
00:00:44: Ich bin Autor in historischer Romane und beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit den persönlichen Schicksalen der Menschen während der Zeit des sogenannten Dritten Reiches.
00:00:55: In jeder Folge spreche ich und Opfern des Zweiten Weltkriegs.
00:01:03: Hört aus erster Hand die Erlebnisse, die Schrecken und Wunder, die meine Gäste selbst erlebt haben.
00:01:10: Hier geht es um den Tatort Zweiter Weltkrig – ein Podcast gegen das Vergessen und für den Frieden!
00:01:18: Nach was eineinhalb Jahren Pause freue ich mich ganz besonders heute wieder mit einer neuen Folge zurück zu sein.
00:01:24: In der Zwischenzeit bin ich Mama geworden und habe mir deshalb eine kleine Auszeit vom Podcast genommen.
00:01:30: Doch meine Leidenschaft für die Geschichte und vor allem für die Menschen, die sie selbst erlebt haben ist in der Zeit natürlich geblieben.
00:01:36: Und damit es auch in Zukunft viele weitere spannende Zeitzeugen-Interviews geben kann, habe ich eine kleine Bitte an euch!
00:01:43: Ich bin weiterhin auf der Suche nach Zeitzeuginnen und Zeitzeugern des Zweiten Weltkriegs unter Nachkriegsszeit – vielleicht kennst du auch jemanden, der um etwa neunzehntetvierzig oder früher geboren wurde und seine persönliche Erinnerung gerne mit mir teilen möchte?
00:01:57: Ob die eigenen Großeltern, ältere Nachbarn, Verwandte oder Bekannte – manchmal schlummern die bewegenden Geschichten ganz in deiner Nähe.
00:02:05: Und gerade weil es immer weniger Menschen gibt, die diese Zeit noch selbst erlebt haben ist es umso wichtiger ihre Erinnerungen für kommende Generationen festzuhalten!
00:02:15: Wenn ihr jemanden kennt freue ich mich sehr über deine Nachricht!
00:02:19: Am besten kontaktierst du mit mir über meine neue Homepage www.raffaela-höfner.de.
00:02:26: Und nun möchte ich Euch nicht länger auf die Folter spannen, denn heute erwartet Euch wieder eine bewegende Lebensgeschichte.
00:02:40: Dezember nineteenhundertdreiundvierzig!
00:02:43: Draußen hat sich die Dunkelheit wie eine schwere schwarze Decke über die Häuser gelegt.
00:02:48: Ich presse meine Stirn gegen die eisige Fensterscheibe und starre hinaus auf die menschendäre Straße.
00:02:54: Mein Atem hinterlässt einen milchigen Schleier auf dem Glas der langsam verblasst Nur um im nächsten Augenblick wieder aufzutauchen.
00:03:02: Ich warte Schon den ganzen Tag.
00:03:06: Bei jedem noch so kleinen Geräusch zucke ich zusammen.
00:03:09: Ist der das etwa?
00:03:11: Sind das seine Schritte?
00:03:13: Mein Herz beginnt aufgeregt zu klopfen, als könnte es die Antwort darauf längst kennen – doch die Straße bleibt blär wieder einmal!
00:03:22: Ich schlucke den dicken Klos hinunter, der sich hartnäckig in meinem Hals festgesetzt hat.
00:03:27: Heute ist Heiligabend.
00:03:29: Eigentlich sollte ich glücklich sein.
00:03:31: Sollte mich auch Weihnachten freuen auf dem festlich geschmückten Baum auf die kleinen Überraschungen und das Vertraute bei Sammensei mit meiner Familie.
00:03:40: Doch mir ist absolut nicht nach Feiern zu muten, denn einer der wichtigsten Menschen fehlt heute – mein Vater!
00:03:48: Seit Juni-Munzehn-Einundvierzig ist er fort.
00:03:50: Damals, als er eingezogen wurde war meine kleine Schwester gerade mal ein halbes Jahr alt.
00:03:56: Meine Mutter ist Zeit mit uns drei Kindern allein, während mein Vater irgendwo da draußen ist… im Krieg.
00:04:04: Das Wort ist viel zu groß als dass ich es überhaupt begreifen kann.
00:04:08: Seine Feldpost, die uns hin und wieder erreicht ist alles andere als zufriedenstellend.
00:04:12: Was er da draußen wohl alles erlebt?
00:04:15: Bei den Heimatbesuchen erzählte uns Kinder nicht viel davon.
00:04:18: Ich kann aber in seinen Augen sehen das er schrecklich sein muss.
00:04:22: Auch wenn sein Mund lacht bleiben die Augen immer still Gläsern Und ohrt den Funkenleben, der ihn sonst so besonders für uns gemacht hat.
00:04:31: Krieg Dieses kurze hässliche Wort hat sich wie ein unsichtbarer Schatten über unser Leben gelegt.
00:04:37: Es hat uns den Vater genommen, ohne dass wir wissen wann es ihnen wieder freigeben wird.
00:04:43: Manchmal bringt der Prospoter einen Brief.
00:04:46: dann halte ich das dünne Papier besonders vorsichtig in den Händen beinahe eher fürchtig so.
00:04:51: es könnte jeden Moment zerbrechen als wäre zwischen den eng beschriebenen Zeilen noch ein winziger Rest seiner Wärme verborgen.
00:04:59: aber Papier ist kalt.
00:05:01: es kann nicht lachen nicht drösten und schon gar nicht die starken Arme ersetzen, nach denen ich mich so sehr sehne.
00:05:08: Dieses Weihnacht jedoch soll alles anders werden.
00:05:11: Vater hat Heimaturlaub bekommen – er kommt nach Hause!
00:05:15: Allein der Gedanke daran lässt ein warmes aufgeregtes Kribbeln durch mein Bauch wandern.
00:05:20: Ich stelle mir vor wie er plötzlich vor uns steht, wie er mich ansieht, wie seine vertraute Stimme durch das Zimmer klingt und für einen wunderbaren Augenblick alles wieder so ist wie früher.
00:05:31: Doch die Stunden vergehen Eine nach der anderen.
00:05:35: Und mit jeder Stunde wird die Hoffnung ein kleines bisschen schwerer, immer wieder wandert mein Blick zur Tür, immer wie der Lausch ich angestrengt auf Schritte, auf Stimmen, auf irgendein Zeichen seiner Ankunft – nichts!
00:05:50: Nur dieses unerträgliche Warten.
00:05:53: was wenn er überhaupt nicht kommt?
00:05:55: Ich versuche den Gedanken vorzuschieben weit weg dorthin wo er mich nicht mehr erreichen kann.
00:06:01: doch er kehr zurück hartnäckig und dunkel wie ein Gewitter, das sich am Horizont zusammenbraut.
00:06:07: Schließlich steht fest, dass Vater nicht rechtzeitig zu Weihnachten bei uns sein wird – die Enttäuschung trifft mich wie ein schwerer Stein!
00:06:15: Aber dann geschieht etwas, daß ich niemals vergessen werde….
00:06:19: Wir beschließen Weihnachten einfach zu verschieben.
00:06:22: Einfach so?
00:06:23: Der Heilige Abend soll warten.
00:06:26: Ich finde diesen Gedanken sonderbar und gleichzeitig wunderschön.
00:06:29: Es könnten wir die Zeit für einen Augenblick
00:06:31: anhalten.".
00:06:32: Als könnten wir die Freude aufbewahren, wie ein Kostmann Schatz den niemand vorzeitig öffnen darf.
00:06:39: Denn was wäre Weihnachten ohne Vater?
00:06:41: Was wären all'die Kerzen, die Geschenke und alle festlichen Stunden mit ausgerechnet seinen Platz leer bliebe?
00:06:47: Also warten wir weiter – auf seine Schritte, auf die vertraute Stimme!
00:06:52: Auf sein Gesicht das ich so lange nicht gesehen habe.
00:06:56: Und irgendwann ist er tatsächlich da Mein Vater.
00:07:00: Für ein paar kostbare Tage ist unsere Familie wieder vollständig.
00:07:03: Der Krieg ist nicht vorbei, draußen existiert er weiter – grausam und unerbitterlich!
00:07:10: Aber für einen kurzen Augenblick scheint es eine Macht über unser kleines Zuhause verloren zu haben.
00:07:15: Endlich feiern wir Weihnachten Das Fest der Liebe Nicht an dem Tag den der Kalender dafür vorgesehen hat Sondern in dem Tag an dem wir wieder zusammen sind.
00:07:26: Und während die Jahre vergehen, verblasten viele Erinnerungen Gesichter verschwimmen, Worte gehen verloren und manches was einst so wichtig erschienen verschwindet für immer in den Tiefen meines Gedächtnisses.
00:07:38: Doch dieses eine Weihnachtsfest bleibt weil wir damals nicht auf Geschenke gewartet haben sondern auf unseren Vater.
00:07:50: In der heutigen Folge spreche ich mit Waldraud Lill.
00:07:53: Am neunzwanzigsten Januar neunzehnundzweiunddreißig wird Traudl in der damaligen Czechoslovakie geboren.
00:07:59: Gemeinsam mit ihrem drei Jahre älteren Bruder wächst sie in einem kleinen Ort auf, in dem auch ihre Großeltern leben.
00:08:07: In den ersten Jahren erinnert sich Traudel als eine glückliche und unbeschwerte Zeit – geprägt von familiärer Geborgenheit und einem engen Zusammenhalt.
00:08:18: Doch ihre Kindheit fällt eine Zeit, in der sich Europa grundlegend verändert.
00:08:27: Traudel ist damals erst sechs Jahre alt.
00:08:29: Die politischen Veränderungen kann sie noch nicht begreifen.
00:08:33: Vielmehr sind es die kleinen, alltäglichen Erlebnisse, die sich tief in der Gedächtnis einprägen.
00:08:39: Als ihr Vater im Juni-Muntenhundvierzig zur Wehrmacht eingezogen wird, ist Traudl neun Jahre alt – ihre Mutter bleibt mit den drei Kleinkindern zurück!
00:08:49: Es folgen Jahre voller Ungewissheit, in denen Briefe aus der Ferne und die seltenen Heimaturlaube des Vaters eine besondere Bedeutung bekommen.
00:08:57: In unserem Gespräch erzählt Draudl von ihrer Kindheit während des Nationalsozialismus.
00:09:02: Von ihrem Schulalltag, von jüdischen Menschen in ihre Heimat und davon wie sich der Krieg auf ihre Familie ausgewirkt hat.
00:09:09: Besonders eindrücklich sind dabei jene Erinnerungen die sie erst viele Jahre später so richtig einordnen kann.
00:09:16: Auch das Kriegsende Die sowjetische Gefangenschaft des Vaters Und die schwierigen Jahre danach sind Teil ihrer Lebensgeschichte.
00:09:24: Was wir in unserem Gesprich besonders berührt haben ist wie lebendig manche Erinnerungen auch nach mehr als acht Jahrzehnten geblieben sind.
00:09:31: Oft sind es gerade die vermeintlichen kleinen Begebenheiten, die uns heute einen unmittelbaren Einblick in den Alltag der damaligen Zeit ermöglichen.
00:09:39: Hört jetzt rein um Traudelserzählungen aus erster Hand zu erfahren!
00:09:52: Na perfekt dann würde ich sagen zu Beginn vielleicht können Sie eine kurze Biografie von sich geben
00:09:57: wo
00:09:58: und wann sie geboren wurden?
00:10:00: Ja, also ich bin am neunzwanzigsten Jänner, neunzehn oder dreißig in Aussik an der Elbe geboren.
00:10:12: Wohnhaft aber im Saarlesel.
00:10:17: Sie sind die älteste Tochter?
00:10:18: Nein,
00:10:19: ich habe noch einen älteren Bruder, der drei Jahre älte ist und eine kleinere Schwester, Ja, eigentlich... Na ja gut.
00:10:39: Unsere Kindheit war recht schön!
00:10:43: Ich hatte beide Großeltern im Ort.
00:10:48: Die einen waren am Bauernhof.
00:10:50: von meiner Mutterseite und Vaterseite war der Oberwerkmeister im Betrieb im Ort.
00:11:01: Das war natürlich günstig und für die einzigen Enkelkinder mein Bruder und ich eher Bauernhof bei meinen friesergroßeltern und ich mehr bei Lillegroßeldern, weil da war es angenehmer.
00:11:20: Die hatten ja mehr Zeit für mich.
00:11:22: Ja klar, weniger Arbeit wahrscheinlich!
00:11:25: Und das vor allem ja, das stimmt.
00:11:28: Wenn ich zu meinen friezergroßeltern gekommen bin dann so ab einem gewissen Alter, ach schau mal her... Das kann sie gleich mal schnell machen.
00:11:38: Da kannst du die Erdbeeren abzupfen fürs Abendessen, hat's erb manche was bei uns... Ich weiß gar nicht wie das offiziell heißt, also gedrückte Erdbären mit Milch und Suppe.
00:11:53: Das war damals das Abendessen.
00:11:57: Und Butterbrot dazu.
00:11:58: Heute kann man sich das weniger vorstellen.
00:12:03: Dann hab ich Bellkörperfüllen mit geschält
00:12:06: wenn ich grad.
00:12:10: Also immer was
00:12:17: zu tun
00:12:30: sozusagen.
00:12:37: Was war Ihr Vater für ein Jahrgang?
00:12:40: Mein Vater war neunzenhundertdrei.
00:12:43: Und meine Mutter neunzehnhunderteinneuen Jahre.
00:12:49: Was hat der Vater beruflich gemacht von Ihnen und die Mama?
00:12:52: Mein Vater war Buchhalter in dem gleichen Betrieb wie mein Opa, das war eine... Wo die Caroline wurde dort gewonnen, da war Caroline vorkommen und das war eine Wäscherei haben wir es genannt?
00:13:13: in offiziellen Betrieb weiß ich nicht.
00:13:16: Und das war so zehn Minuten vom Ort entfernt bis dahin gegangen.
00:13:23: und mein Opa neuer der war ja älter der wurde dann nicht zum Krieg eingezogen beide oberst nicht.
00:13:32: Können Sie sich an den Kriegs Beginn, neunzehneununddreißig erinnern.
00:13:36: Da waren sie ja noch relativ klein?
00:14:07: Und da kann ich mich erinnern an die Bewährung.
00:14:13: Da war im Kronen in der Tschechoslawakai und wie wir dann ins Deutsche Reich gekommen sind, hat es ja Reichsmark gegeben Statt sieben einzelne Kronen, nur ein Fünfzigfennigstück und zwei Zähner.
00:14:45: Und da hab ich immer gedacht die müssen sich doch vertan haben.
00:14:49: Ich habe doch sieben Kriegen hingegeben und drei kriege ich nur wieder!
00:14:56: Da war ich ja noch nicht in der Schule Ich bin ja neununddreißig erst in die Schule gekommen.
00:15:05: Das ist Erinnerung.
00:15:08: und dann ist eigentlich, ich kann mich auch an meinen Schultag weniger erinnern.
00:15:15: Ich weiß nur dass ich zwei Schultüten hatte von meinen Großeltern eine und von meinen Eltern.
00:15:26: Und das war ja was Besonderes natürlich.
00:15:29: Ja klar!
00:15:31: Da hab ich Erinnerungen, was da drin war.
00:15:36: Ein bisschen Waffeln und so Sachen.
00:15:42: Und auch wie mein Vater dann
00:15:44: weg wusste... Ist die gleich neununddreißig
00:15:47: eingezogen
00:15:48: worden oder erst später?
00:15:49: Einen neunnunddneinundvierzig.
00:15:51: Okay.
00:15:52: Neunnundeinund
00:15:53: vierzig!
00:15:55: Und da habe ich eben noch zwei Bilder gemacht an.
00:15:59: Das war ein Sonntag-Montag wurde eingezogen Und da haben wir zwei Bilder.
00:16:05: und das ist die Erinnerung, wo ich dann eben vor Jahren dann mal für meine Kinder draufgeschrieben hat.
00:16:14: Nächsten Tag musste ober ein Krieg und es war im Juni, mein Schwester wurde in Dezember-vierzig geboren also war sie gerade halbes Jahr wie mein Vater eingezogen wurde.
00:16:32: Dann war meine Mutter mit den drei Kindern und sie dann alleine da gestanden.
00:16:36: Können Sie sich noch an Ihre Gefühle erinnern, als der Vater eingezogen
00:16:40: wurde?
00:16:40: Eigentlich überhaupt nicht!
00:16:42: Ich habe so gesehen... Also ich könnte gar nichts sagen und wenn man vielleicht diese zwei Bilder ne hätten, dann hätte ich so gesehen keine Erinnerung.
00:16:56: Ich kann mich nur dann erinneren, dass er zweimal war garantiert Im Urlaub in dieser Zeit, dann war der Krieg aus.
00:17:11: Es war dreimal wart, was ich kaum glaube aber zweimal weiß ich das soll der Weihnachten kommen und ist dann aber erst Silvester geworden und da haben wir natürlich den Weihnachtsabend auf Silvestern verschoben.
00:17:27: Dann ist ja unser Vater da Und wenn das aber war, das dürfte so Da war ich natürlich sehr enttäuscht, das habe ich auch in Erinnerung.
00:18:08: Nächsten Tag kam er dann.
00:18:10: Und das dürfte dann, da bin ich schon in die Schule gefahren nach Hause.
00:18:16: Wir hatten ja in Saarlesel nur eine zweiklassige Volksschule mit zwei Räumen.
00:18:24: Erster Jahrgang bis dritter Jahrgang in einem Raum und vier bis acht im zweiten Schulraum.
00:18:34: Ja Wahnsinn!
00:18:34: Das fühle ich mit den Lehrerinnen.
00:18:37: Also da muss man, ich denke oft schon in der ersten Klasse drei, drei Jahrgänge und denen was beibrehen.
00:18:48: Und ich denke heute oft auch für die Kinder, die einen mussten schreiben, die anderen haben vorlesen müssen.
00:18:56: Da kann ich mich auch erinnern dass ich wie ich in der zweiten Klasse dann war Wir haben eine Jahrgang gesagt, das war halt die erste und zweite Klasse.
00:19:11: Obwohl es ja alles in einen Raum war.
00:19:14: Also jedenfalls, wo ich im zweiten Jahrgang war, da waren die unter mir, die jüngeren ... Es waren ja nicht so viele Kinder.
00:19:24: Unser Ort war hier nur acht bis neunhundert Einwohner.
00:19:28: Und dann kam aus dem Nachbardorf, kamen dann noch Schüler dazu Und ich habe ein Klassenbild sogar auch, müsste ich mal erzählen wie viel da überhaupt war in einer Klasse.
00:19:45: Auf alle Fälle.
00:19:46: Das erinnere ich mich auch, dass ich eben dann mit diesem Mädchen lesen musste.
00:19:52: Da mussten die Zweitklässler mit den Kleinen schon lesen und die hatte Läuse und von der hab' ich dann Läuser erwischt.
00:20:01: Dann sitzt man ja nach beisammen, gell?
00:20:04: Ja klar.
00:20:06: Sehen Sie das habe ich auch schon ganz lange... Hab ich da nicht mehr dran gedacht und jetzt ist
00:20:14: es wieder ein.
00:20:15: Jetzt juckt's wieder oder?
00:20:18: Das war ja also... Das war scheußlich!
00:20:23: Meine Mutter war so eingestellt Da wird nichts zu übergeschüttet über den Kopf Sondern da wären die, ähm ... Leusen.
00:20:35: Eier heißen ja Nisse,
00:20:36: gell?
00:20:37: Ja!
00:20:38: Die werden abgeglaubt und die leusen natürlich als erstes aber auch auf die Nisse.
00:20:45: Dann musste ich auf dem Schuh der Fußbank aussitzen Kopf auf ihrem Schoß Und dann hat sie gesucht Das war ja oft eine halbe Stunde und das war ja nicht einmal.
00:21:00: Das war ja so lange, bis nichts mehr da war.
00:21:04: Sehen Sie das ist
00:21:05: auch eine
00:21:05: Erinnerung, wo ich schon vielleicht Jahre nicht mehr daran gedacht
00:21:10: habe?
00:21:10: Das dauert ja ewig, dass sich da was findet!
00:21:16: Ja und dann bin ich ab der Fünftlasse, die wir ein, zwei, drei Jahr gegen in einer Klasse, das war der Lehrer Mathiasco hat er kreisen.
00:21:30: Das war, also heute sagt man nicht der passende Lehrer.
00:21:37: Der ist unheimlich zornig geworden.
00:21:43: Er konnte rumschreien wenn er sich geäregert hat.
00:21:47: Also das war...der hatte seinen Beruf verfehlt.
00:21:51: So war er ja guter Lehrer, gell?
00:21:53: Aber zornige und ich hab auch mal den Ich scheide.
00:21:58: Keine Watsche am Kopf, sondern am Rücken.
00:22:01: Das ist auch eine Erinnerung.
00:22:04: Da habe ich ein bisschen geschwätzt und er hat war an der Tafel... ...und hat ja das bisschen das Wissbrenn gehört, dreht sich um.
00:22:14: Wer war was?
00:22:16: Naja, ich war so ehrlich und hab mich gemeldet.
00:22:21: Ich war gekommen und da war eines so hinter dem Rücken über die Schulter.
00:22:28: Obwohl ich seine mit seine Lieblingsschülerin
00:22:31: war, also an dem hab ich da eine gekriegt.
00:22:36: Wahnsinn ja!
00:22:38: Und dann war man in der vierten, ging's ja ins nächste Klassenzimmer und der Lehrer war wieder ganzes Gegenteil.
00:22:49: Der war ruhig und hat nie geschrien oder geschimpft.
00:22:55: er hat das alles mit einer Ruhe gemacht.
00:22:59: so sind die Menschen, gell?
00:23:01: Ja
00:23:01: unglaublich
00:23:03: Der Lehrer Porsche war das auch die
00:23:08: Erinnerung, was ich so habe.
00:23:11: Hatten Sie auch jüdische Kinder in der Klasse?
00:23:14: Also für mich zu dieser Zeit war es ja überhaupt kein Thema Jünger noch und wir hatten ein Mädchen, die Doris und das hab' ich hier dann erst als Kind gerade so erlebt.
00:23:40: Das habe ich hinterher erst durch meine Eltern.
00:23:43: später dann, wo eben das Ganze mit den Juden sagste ihn ehrlich.
00:23:53: Direkt kann ich mich so nicht erinnern.
00:23:57: aber eben diese Herrmantores da kann ich mir dann erinner'n die ist dann.
00:24:02: das Kind ist gestorben Die dürfte so neunzehundertneinunddreißig vierziggestorben sein Aber das war nur eine halb Jüdin.
00:24:14: Das habe ich natürlich hinterher erst dann alles durch meine Eltern, wo er dann getrieben gesprochen wurde.
00:24:23: Habe ich das dann erst mitgekriegt?
00:24:25: Das war ja für uns überhaupt kein Thema.
00:24:29: Wir haben genauso gespielt und nur sie ist gestorben.
00:24:35: Und das ist mir auch in Erinnerung dass meine Mutter mal dann gemeint hat Das war für das Kind sogar vielleicht gut, dass die eben gestorben ist.
00:24:48: Wo ihm das dann so schlimm war mit den ... Sie waren ja nur halb Hüden aber sie war eben Hüde und wir hätten dann hieß es wahrscheinlich, äh... Ja, mit dem Kind nicht mehr spielen sollen, gell?
00:25:04: Ja unglaublich!
00:25:05: Und das sehen sie, das fällt mir auch doch ein.
00:25:11: Ist ja interessant was mir jetzt einfällt wieder, dann war der Frau ... der Trockerist im Ort.
00:25:19: Die hatte eine Trockerie da war wieder das Herr-Baudler war Jude und die Frau-Bautler war Ariane.
00:25:32: Und die hatten einen... ein Baby und ich war ja damals erst so sieben acht Jahre!
00:25:41: Acht Jahre höchstens, gell?
00:25:45: Den hab ich immer etwas alles rumgefahren, den Gerhard.
00:25:50: Weil er die Frau ja mit dem Geschäft war und das hat mir meine Mutter dann später erzählt vielleicht worden.
00:26:02: Das wird daheim gar nicht mehr gewesen sein erst hier, da ist ein Hundert siebund vierzig vielleicht, dass damals drüber gesprochen wurde.
00:26:11: Hat sie mir erzählt?
00:26:14: Ich hab jetzt das Kind rum gefahren Und meine Schwester ist neunzehntundzwanzig geboren.
00:26:21: Es dürfte dann eben so neununddreißig gewesen sein, wo ich das Kind rumgefahren habe und die Zeit.
00:26:31: auf alle Fälle hab sie mir dann erzählt dass sie dann zu meiner Mutter gekommen sind und haben gemeint Sie soll mich nicht mehr hinlassen zum Ausfahren.
00:26:48: Das ist mir eben deshalb auch in Erinnerung, weil sie dann gesagt hat, ach das war für Sie selber dann auch angenehmer.
00:26:58: Sie war dann schwanger mit meiner Schwester und da konnte ich das dann ein bisschen... Also sie brauchten mich jetzt doch daheim einmal zu erledigen aber die werden bestimmt gewusst haben.
00:27:16: Aber für sie war es so ein bisschen eine.
00:27:19: Sie konnte ja nicht Sorgen sieht, mir wurde geraten und uns.
00:27:25: Und ich weiß aber nicht wie das mit den Frauen von Herrn Hermann die ganze Krieg war, ob er emigriert ist oder Da weiß ich überhaupt nichts.
00:27:51: Auch für uns Kinder war das... Also, ich könnte nicht sagen dass das ein Thema war.
00:28:01: Und der Herr Bautler, da haben Sie mal gesagt er war mal eingesperrt und ist aber dann wieder daheim gewesen?
00:28:16: Das kann mich auch nicht sagen weil eben in dem sind es ja unsere Kinder jetzt wenn alles weiß man.
00:28:26: Ja klar.
00:28:28: Und das kann ich eben wirklich nur sagen, wie das in Aussicht war.
00:28:33: Da waren ja bestimmte Geschäfte da habe ich überhaupt keine Ahnung.
00:28:40: und von der Kindergut es hat vielleicht Kinder geben die sich für manche schon mehr interessiert.
00:28:51: aber das ist für mich eigentlich auch diese Ganz die Konzentrationslage.
00:28:59: Das ist völlig... Also ich
00:29:02: kann da überhaupt nichts sagen.
00:29:06: Wissen Sie, wo Ihr Papa hingekommen ist damals?
00:29:10: Mein Vater war dann auch in Russland und war aber doch nie in direkten Kämpfen.
00:29:18: Aber er war als Besatzer.
00:29:24: Ja, der war in Ukraines.
00:29:26: Das fällt mir jetzt ein.
00:29:28: Da hatte ich zwei Namen.
00:29:30: Sie waren in Erinnerung.
00:29:32: Ein Ort hat Bernditschef geheißen und das war ... Und ein anderer war Schittumir.
00:29:40: Sehen sie das selber auch?
00:29:43: Das ist ja lustig!
00:29:46: Und das war natürlich ... Das hat er dann hesserscheinbar gesagt.
00:29:51: Das weiß ich vielleicht von der Zeit vor.
00:29:55: Aber später kann ich mich erinnern, was ihr mal erzählt habt.
00:29:59: Also so hat da ja weniger doch Kriegserlebnisse gehabt, aber unheimlich gefährlich war die Partisanen.
00:30:12: Das waren ja die Unterkundenkämpfer.
00:30:16: Da sind manche Soldaten ums Leben gekommen, die von denen erschossen wurden.
00:30:24: Wenn man sich das überlegt, und heute kann man es sagen ist schon nicht viel besser.
00:30:32: Menschen wie so was gemacht werden kann, erkriegt ist doch wirklich sowas Sinnloses.
00:30:42: Aber ich schau jetzt wenn irgendetwas im Fernsehen kommt, ich schalte die Sofa.
00:30:49: Weil mir ist das als Schlimme wie Menschen so.
00:30:55: Ich kann überhaupt nicht sagen dass hat ja mit Blödsinn nix.
00:30:59: Ich weiß überhaupt nicht, wie man das bezeichnen soll.
00:31:03: Dass so was angezettelt
00:31:05: wird.".
00:31:07: Hat Ihr Papa dann also Feldpost geschrieben an die Familie?
00:31:10: Können Sie sich da ändern, dass Briefe gekommen sind von ihm?
00:31:14: Ja, ja... Da kann ich mich auseinanderhalten!
00:31:18: Da hat mir der Posts boten.
00:31:22: Ich muss immer wieder lachen weil mir dann Sachen einfallen wollen.
00:31:27: Vielleicht dreißig, vierzig Jahre nicht mehr dran denken.
00:31:32: Und die Frau... Da hat sie meine Mutter so geäregert!
00:31:37: Meine Mutter hieß Maria und war aber nur die Mimmy.
00:31:43: Das war bei uns so die Bezeichnung für Maria Mimmi.
00:31:50: Ich glaube das kauft vielleicht als Kind Gar nicht wusste, dass sie Maria heißt.
00:31:56: Das war die Mimikel und dann hat die Postbotin, hat dann immer
00:32:02: schon geschrieben Die Mimie kriegt wieder Post!
00:32:08: Das wäre ja heute auch nicht möglich.
00:32:11: Und ich weiß das hat sie dann oft... Da hat sie sich drüber geäringert und da weiß ich dem, gewirrt dann vielleicht schon mal was gesagt haben.
00:32:26: Ja, und da sollte man halt auch immer wieder Brief schreiben.
00:32:31: Und das war für mich als Kind schon schlimm... ...und ich habe ein Leben lang nicht gern Briefe geschrieben!
00:32:40: Und ja jetzt müsste ich dann mal einen Vater schreiben.
00:32:45: Naja, und dann hat er einmal ein Ring, ein Fingerring als Kind, weil das was Besonderes hatte mir geschickt worden.
00:32:58: den damals im Feld her hatte, das weiß ich dir.
00:33:07: Den Brief, den er mir dazu geschrieben hat, den habe ich sogar mit hier und haben noch da.
00:33:19: Ich hab schon lange nicht mehr in der Hand gehabt.
00:33:22: Der wird bestimmt schon ganz Geld sein.
00:33:26: Aber das ist mal auch eine Erinnerung.
00:33:32: in Reimform dann sogar geschrieben.
00:33:35: Also er hat mir ja den Ring selber gerne an die Hand geschickt, aber das Schicksal will es so.
00:33:48: Mein Vater war immer im Russland, aber wie gesagt nicht im Kampfgebiet hoch nach dem Krieg in russische Gefahrungschaft gekommen und hatte aber Glück.
00:34:07: Aber da habe ich auch keinerlei Erinnerung mehr wo er in Gefagenschaft geraten ist.
00:34:14: Jedenfalls ist das schon nineteenhundert, jetzt muss ich nachdenken, sechsundvierzig neunzehnhundertsechsundvierzig daheim weg?
00:34:37: Ja der ist dann schon neunzenhundert sechsunzwierzig und hat er schon entlaffend.
00:34:44: Ah ja!
00:34:45: Und das war damals auch dadurch dass wir ja von daheims fort sind.
00:34:55: aber da war ja dann der Suchtidsvomot Kreuz, da ist ja schon vieles gemacht worden.
00:35:03: Der wurde dann entlassen nach Milkenberg am Main also in eine schöne Gegend und wir waren jetzt schon hier in der Oberpfalz und natürlich wir waren drei Kinder und die Frau, zu der Familie und nicht umgekehrt.
00:35:29: Damals war es ja so, da war man ja froh wenn er irgendwo jetzt überhatte.
00:35:35: Ja klar!
00:35:35: Und dadurch, wenn wir zu meinem Vater gezogen wären damals hätten wir bestimmt dann auch ein ganz anderes Schicksal wieder gehabt, gell?
00:35:47: Ja klar.
00:35:49: Und ja, das ist ja, der ist dann schon, neunzechsundvierzig, ja der war, neunsneunzechsundvierzig.
00:35:56: Wir sind eben... Im September nach Kotel gekommen, zu Weihnachten war er dann schon bei uns.
00:36:08: Können Sie sich an das Kriegsende erinnern?
00:36:10: Im Mai ´mai-fünfundvierzig, wie haben sie das erlebt?
00:36:14: Das Kriegs Ende!
00:36:18: Wie will ich erstens... Also das ist jetzt auch noch so ein Dick.
00:36:24: Die Krieg verlieren.
00:36:26: also das ist so meine Erinnerung.
00:36:28: Das war ja undenkbar Das war noch, ich glaub das war noch im Mai ist der Krieg ja dann aus gewesen.
00:36:38: Ich glaube im Jänner war die Barole, also Krieg verlieren ist unmöglich und ich weiß wir hatten dann eine, dass es mal auch in Erinnerung, eine Frau aus Berlin wurde evakuiert sie werde flachen aber diese Adresse, die hin evakuiert war.
00:37:10: Die kenn ich immer noch.
00:37:15: Dann wusste sie wieder... Sie haben das vielleicht schon öfter hochgehebt.
00:37:24: Es wurden ja dann diese Frauen und mit Kindern aus den bombenden Städten eben evakuiert.
00:37:33: Und dann kamen dann eben ins Eulengebirge.
00:37:39: Da kamen dann wieder oben die Front, die Kriegsgeschehnisse.
00:37:45: Dann mussten sie dort ja wieder weg und bei uns war er noch so gesehen tiefster Frieden.
00:37:51: Wir hatten nur zwei Mal einen Angriff in der Kreistadt kurz.
00:37:59: Und sonst haben wir praktisch vom Krieg ja nix gehabt, gell?
00:38:05: Zum Glück kann man sagen!
00:38:09: war ja dann schon alles vorbei.
00:38:13: Und diese Frau ist dann zu uns gekommen und die Dürfte so im März neustundnachzehntzig gekommen sein, und war dann eben bei uns bis Mai war Kriegsaus praktisch kann man sagen, besetztes Ausland.
00:38:52: Das war ja die Czechoslovakie.
00:38:57: Es wurde dann sofort wieder zurückgefordert natürlich und da war das erste wo die Leute... es waren einige die von woanders eben zu uns evakuiert wurden weil es bei uns noch friedlich war.
00:39:14: Das waren die ersten die fort muss.
00:39:19: ich weiß Dann hat die Konzerte dann auch nicht alles mitnehmen.
00:39:25: Die haben ja sowieso nicht viel gehabt.
00:39:29: Da hat sie dann gut, also wenn wieder alles in Ordnung ist, dann holt sie dann so am Einige Kleider noch und jetzt weiß ich heute so nicht mehr.
00:39:43: Und dann ist sie eben, muss sie die wieder nach Berlin.
00:39:47: Das ist eben dann... Also da mussten die dann fort und dann hieß ... Deshalb komme ich drauf.
00:39:56: Und dann hat man ja langsam gesehen, dass der Krieg auswirkt.
00:40:05: und an die Erinnerung habe ich eben jetzt, wo sie das so sagen, diese Frau biete und meine Mutter.
00:40:14: Also wenn die Rosen zu uns kommen, dann hängen wir uns auf.
00:40:19: Das
00:40:21: war so!
00:40:22: Wie machen wir das?
00:40:23: Dann waren wir drei.
00:40:25: Kinder, die Frau Methe hatte auch ein Kind.
00:40:29: Das ist die Erinnerung.
00:40:32: wo dann also der Krieg ist?
00:40:35: Naja und da habe ich so keine Erinnerungen eigentlich.
00:40:44: Da hat man ja auch wahnsinnig Angst als Kind wenn man dann sowas von den Erwachsenen die eigentlich alles im Kürf haben sollten gehört Wenn er kommt dann hängen wir uns auf.
00:40:54: Also das jedenfalls Das ist unmöglich, dass wir das eben mitmachen.
00:41:00: Und dann waren die Russen da?
00:41:04: Da habe ich auch nicht viel Erinnerung.
00:41:08: Ich wusste nur... Wir mussten dann raus, mussten wir raus.
00:41:16: Meine Großeltern, also das war ja der Bauernhof und da sind wir dann praktisch hin.
00:41:27: Die ganze Zeit waren dann Russen in unserer Wohnung Soldaten, da kam ich so auch keine Erinnerung.
00:41:37: Ich weiß nur wie meine Mutter dann gesagt hat am Vorhängen müssen sie sich das Geschirr abgetrocknet haben weil lauter Löcher dritte waren so Gabel einstichet.
00:41:50: die Erinnerungen habe ich doch.
00:41:53: und dann hab' ich noch eine Erinnering Wie man halt so als Kind hat so besonderes Schmuck Da war übrigens dieser
00:42:02: kleine Rinkverbrauch dabei, gewesen sein von meinem Vater.
00:42:06: Ach schade!
00:42:07: Und dann hatte ich ein kleines so... Na halt dumm, das war ja nur Modeschrug bis er
00:42:15: wäre.
00:42:16: Das hat sich im Dach schränkchen.
00:42:20: Das war alles weg.
00:42:21: Ach Schade.
00:42:22: Aber das muss ich Ihnen auch noch schnell erzählen.
00:42:28: Das Engel-Anhänger.
00:42:33: Mein Opa mal einen Schutzengel-Ahnhänger, dass war es.
00:42:59: Und dann habe ich jetzt die ganzen Jahre, hatte ich den und hab allen die Geschichte erzählt von denen der Erinnerung.
00:43:16: und jetzt habe ich eine kleine Uhrenkelin seit über einem Jahr.
00:43:24: Und die hatten jetzt gekriegt, und die Geschichte soll halt noch ein bisschen bleiben.
00:43:32: Ja ja klar!
00:43:33: Ich bin vom Opa gefunden.
00:43:35: Mein Opa und die Russen haben den als Einziges da drin gelassen.
00:43:41: alles andere war weg.
00:43:44: Ich hatte eine Armpatur.
00:43:49: Das ist auch eine Erinnerung.
00:43:52: Wie waren die Russen, also ihnen gegenüber der Mutter und den Kindern?
00:43:57: Waren sie freundlich oder eher distanziert?
00:44:01: Wir haben dadurch, dass wir gar nicht mehr in der Wohnung kamen, so gesehen haben wir überhaupt keinen Kontakt gehabt.
00:44:11: Da kann ich mich eigentlich überhaupt ... nicht erinnern.
00:44:16: und ich weiß dann auch, ne mehr sind wir dann überhaupt noch zurück in die Wohnung.
00:44:24: Es war ja dann doch gefährlicher, gell?
00:44:27: Die Frauen weil da kann ich mich erinneren dass das einmal Jahr sehen sie, da waren wir beide in anderen Großeltern am Boden oben alleine in der Wohnung geblieben, da ist meine Mutter mit uns eben schon irgendwo anders hinscheinbar.
00:44:53: Und das fällt mir jetzt auch ein, dass einmal wo sie zu dem Haus gekommen sind, wo wir eben bei meinen Großeltern waren und haben eine blonde Frau gesucht.
00:45:10: Und meine Mutter war ne blonde Frau!
00:45:16: Meine Tante, die angeheiratete Tante.
00:45:20: Die konnte sehr gute Fische.
00:45:23: Und sie hat dann... weil die hatte das verbutet, muss dann irgendjemand ehemals verraten haben.
00:45:36: Der Erdraubtartner ist eine blonte Frau.
00:45:39: Ich kann mich so an Fachgewaltigungen und das überhaupt nicht erinnern.
00:45:46: Es ist vorgekommen.
00:46:04: ich weiß da
00:46:15: Wie haben Sie erfahren, dass sie aus dem Haus komplett raus müssen?
00:46:22: Weiß ich heute nicht mehr.
00:46:24: ist wahrscheinlich es dann irgendwie vorgesetzt, da gekommen?
00:46:29: und jetzt wir waren zu der Zeit sowieso glaube ich schon eher dann aber wieder eher bei der Frisur also bei meiner Mutterseltern.
00:46:43: Und dass mir vielleicht manchmal das... Ich glaub' da hat man die Wohnung gar nicht mehr zugesperrt weil da haben sie sich eine Aufbrechen brauchen wenn sie hinein wollten.
00:46:56: Und das kann ich heute eigentlich überhaupt nicht mehr sagen, ob wir dann nachdem sie da eben tagelang in der Wohnung waren, überhaupt offiziell noch einmal reingegangen sind.
00:47:12: Das weiß ich heute nicht mehr.
00:47:15: Also es sind so Sachen wo... Ich weiß nur dann eben... Es war ja alles zu g'sindende ziemlich kurze Zeit und dann Da war dann diese Konzentroslave-Komberfahrung für die Deutschen.
00:47:51: Da haben sie bestimmt auch schon Erik Wolper richtig gehabt, alle die so klein bisschen Funktion hatten in der Wahl ja dann was die NSV... Schaffter hat das, so wie heute der Frauenbundel.
00:48:10: Und da hatten meine Mutter Blockleiterin, da hatte es Kaisen in einer Leifung.
00:48:23: Alle die irgendwie ein bisschen was mal entweder in der Zeitkrieg die ganz Geheuer waren wurden eingesperrt.
00:48:38: Meine Mutter wurde mit meiner kleinen Schwester und mein Bruder wurde auch Fähnse.
00:48:49: Mein Bruder war auch mit sechzehn Jahren wurde der abgeholt.
00:48:55: Der war ja die Hitler-Jugend, da war er automatisch dabei und hatte dann auch schon ein bisschen eine kleine Funktion gehabt.
00:49:06: Er war dann nach Park, wurde der gebracht.
00:49:11: Und der hat einiges erlebt und war aber zum Schluss bei einem Gärtner als neueres Jahr arbeiten.
00:49:22: Und dort ist er dann doch nicht schlecht gegangen.
00:49:28: Was hat der von dieser Gefangenschaft erzählt?
00:49:34: Also,
00:49:37: heute wird man sich viel mehr interessieren.
00:49:42: Ja klar!
00:49:43: Ich weiß nur dass er... also ich glaube der wurde auch geschlafen und aber eben in der Gärtnerei ging es besser.
00:49:57: Wir waren dann bei der Oma, meine Schwester und ich, meine Mutter eingesperrt.
00:50:06: Mein einer Opa, der Lil'Opa, den gefundenen Schutzengel-Anhänger war auch eingesperrt.
00:50:18: Uns war das Stebengrund.
00:50:23: Früher waren wir nur in Großkinohäusern.
00:50:31: Bei uns ist immer ein Monat ... Und das war schon der Grund, was er eingesperrt wurde.
00:51:14: mit den Schächen gehabt haben in der Zeit.
00:51:18: Irgendwie, das war auch der Grund, da hat sich ja dann alles gerecht was irgendwie ... es kann man sich heute Jahre viel besser vorhanden wenn so Fäden sind.
00:51:38: Ja die waren dann, drei waren die in diesem lager lehrischen Feld.
00:51:45: Waren die dann eingesperrt?
00:51:53: Hab ich auch!
00:51:54: Ich hab jetzt wieder wo meine Schwester hatte ihren fifth und achtzigsten Geburtstag.
00:51:59: Da denkt man dann auch wieder an vieles, und da habe ich zu meiner Tochter gesagt... Ich kann mich überhaupt nicht erinnern wie das war, wo sie dann meinen Mutter abgeholt haben.
00:52:16: Da hab' ich keinerlei Erinnerung!
00:52:18: Vielleicht auch als Schutz für dir, also dass man sich dann nicht daran erinnern will.
00:52:23: Dann schützt der Körper
00:52:24: ein ja auf.
00:52:25: Ich weiß es nicht und meine Schwester die war praktisch erst vier einen halb.
00:52:32: Die hat ja gar keine bisschen Erinnerung gehabt.
00:52:35: sie dann weil mir das war ja dann auch.
00:52:39: Es wurde dann, ahja das war dann praktisch verbunden.
00:52:46: Dann ging ja diese Vertreibungen Die waren ja dann schon im Gange und es dürfte Juli gewesen sein.
00:52:56: Das weiß ich nicht mehr genau, Juni oder Juli.
00:53:01: Und da wurde einen Tag, wurden die Leute abgeholt zum Einsperren und dann nächsten Tag mussten dann die Leute von daheim weg.
00:53:14: Dann war mir dadurch das meine Mutter ... dann eingesperrt war.
00:53:22: War ich ja nur noch mit meiner Schwester praktisch, kann man sie erhaushalten und wir waren aber damals schon bei meiner Oma und hatten es hat mir dann unterdessen... Es war ja dann alles nur Mundpropaganda.
00:53:43: das dann eben Leute von daheim fortnissen haben wir dann eben schon gewusst und dass das eben schlimm ist und dass man ja so viel wie nix mitnehmen kann.
00:53:56: Und da hat man dann schon ein kleines Bisserle, ich weiß mehr hatten.
00:54:01: den Kinder waren das fällt mir jetzt auch wieder ein von meiner Schwester bei der Oma dann obwohl sie ja sind schon er war noch eben bei uns Da haben wir dann Feder betreien Ich habe mal rein und das Kind, dann hätte man oben drauf gesetzt.
00:54:28: Ich hatte zwei Kleider an ein Kleid, ein warmes, ein Sommerkleid von meinem Vater eine Anzug holen.
00:54:42: Können
00:54:42: Sie sich das
00:54:43: vorstellen?
00:54:47: Das haben wir alles so.
00:54:48: also wenn wir fokten müssen dass wir wenigstens noch etwas für den Vater noch was mitnehmen zum... Also, wenn ich jetzt da drüber nahm, denke das kann man sich nicht vorstellen.
00:55:03: Auf alle Fälle also gut.
00:55:06: Automatisch waren wir eben dann schon bei meinen Großeltern Wenn mir in der Wohnung gewesen wären Dann hätten die zwei Kinder ohne Weiteres mit rausgeschmissen weil ich heute gestern, da hätten die kein Papon gekappt.
00:55:32: Dadurch dass wir eben bei meiner Oma waren und die Bauern konnten eben noch bleiben, die konnten ja nicht alle Leute rausschmeißen.
00:55:43: Es war ja braucht man tagelang wenn man jetzt wieder alles so ein bisschen hinkriegt.
00:56:01: Einmal waren dann Nachbarhaus zwei Frauen gewohnt eine Witt, na ist es egal und mit denen war man recht gut.
00:56:13: Und da weiß ich, wo sie gesagt hat die Frau Bühlbauer war das also wenn wir weg müssten daheim dann würde es sich um eine kleine Schwester annehmen gell so und gefinden haben.
00:56:33: dadurch dass bei meiner Oma waren da sind die zuhäuser durchgegangen scheinbar hatten sie auch Namen, die noch drin bleiben konnten und vor allem die gebraucht wurden.
00:56:54: Die konnte ja nicht alles ganz leer räumen.
00:56:59: Es mussten dann erst wieder neue Bewohner hinkommen,
00:57:03: gell?
00:57:05: Und also guter kann man bei meiner Oma sein und das rät man jetzt auch wieder nach ein.
00:57:10: und meine eine Tante, die war in der Stadt verheiratet.
00:57:17: Die war dann die letzte Zeit, eben auch schon bei der Oma mit der Tochter.
00:57:25: Da waren wir natürlich auch beim Soldaten.
00:57:31: Eben schon wenn doch mal noch das
00:57:33: Bombenangriff ist oder was?
00:57:36: Dann ist man doch aufsicherer
00:57:39: und da war sie dann schon zu dieser Zeit, schon längere Zeit auch bei der oma.
00:57:46: Da war mir dann die Dandedraudel mit rein gehabt ihre Tochter und meine Schwester.
00:57:53: Und ich, die Frisur-Oma, tante da mit einem Onkel schon.
00:58:06: Der wusste doch vor Kriegsendes irgendwie ... das weiß ich nicht wie das gelaufen ist.
00:58:13: Jedenfalls war der dann schon hier.
00:58:17: Die Soldaten wurden ja alle gefangen genommen normal, gell?
00:58:22: Ja klar.
00:58:22: Und er konnte sich irgendwie absetzen Und war schon gleich am Anfang, als der Orgentöseb hatte da noch irgendwie Glück, die auch wieder von Tschechen geholt.
00:58:43: Also sehen Sie?
00:58:44: Das sind so Sachen wo man sich damals vielleicht gar nicht so viel Gedanken gebracht hat.
00:58:50: Ja.
00:58:51: Wie waren es Ihre Mama dann wieder entlassen worden?
00:58:53: Und meine Mutter und das muss ich dann... also dann ging die erste Austreibungswelle war ja eben so.
00:59:03: Ich würde sagen, das sind dann meine andere Großmutter.
00:59:11: Die Lil'Oma war ja praktisch der Opa auch eingesperrt.
00:59:16: und da war aber die Tante Emmi, die hat noch mit in der Wohnung gelebt.
00:59:24: und dieser schwerkriegsbeschädigte Onkel, das war ihr Mann, der ja auch eingesperrt Da waren dann die zwei Omas, also die Oma, die Tante und der Günder, der Junge, der Kleine.
00:59:42: Die mussten fort.
00:59:45: Und dann waren wir noch mal im Juli.
00:59:55: Dann war hier nicht mehr viel Deutsche im Ort.
01:00:01: Da waren ja nur noch die Bauern da.
01:00:05: Eben einige, die schon bei einer Partammkrieg ... Ich war damals schon auf alle Fälle gut bei der Oma.
01:00:21: Dann kam das wieder, dann wurde es wieder gewesen sein.
01:00:36: Die nächsten müssen jetzt vor.
01:00:40: Da wäre mir dabei gewesen.
01:00:44: Unterdessen waren eine tschechische Familie auf dem Hof von meiner Oma und wir konnten aber noch dort in zwei Räumen noch leben.
01:00:58: Mein Onkel war immer ein bisschen der Organisator, der eben schon gleich heimgekommen ist.
01:01:06: Der hat dann gesagt, wir jetzt fort müssen.
01:01:13: So ein Muttersitz kommt ihr ewig, kommt die nicht raus?
01:01:25: Da hat er das ... wird es organisiert, hat jedenfalls wie einen Antrag gestellt dass sie entlassen wird.
01:01:50: aber Wir können jetzt noch abwarten, bis die Mutter entlassen wird.
01:02:03: Aber der zweite Tante, die im Haus war, die müssen fort.
01:02:12: Heibt jetzt nur die Oma mit uns zwei Kindern.
01:02:19: Doch unsere Mutter, das weiß ich heute nicht mehr, entlassen und dann mussten wir auch fort.
01:02:34: Das haben wir auch zusammengestellt.
01:02:41: Da wurden diese Besatzungen... die amerikanische, englische, französische russische.
01:02:49: Und die russischen waren natürlich verschrien wie sonst was.
01:02:54: und dieser Transport wo eben die einen noch jetzt fort sind, sind in die amerikane Zone gekommen und das war immer dann haa fändlich kommen wir auch und was wars?
01:03:07: Unser Transport war dann der erste Transport der wieder wo sie sich schon kamen.
01:03:15: Also waren wir dann mit meiner Untertestswahl, meine Mutter da, meine Oma und meine Schwester.
01:03:23: Und ich war mir in der russischen Zone.
01:03:28: Die
01:03:28: anderen Frisurverwandten waren ja hier in Bayern schon.
01:03:34: Dann war das wieder der Onkel, der hat es wieder organisiert... Das ist eine ganz einfachen Zugfahrtform.
01:03:47: Sie haben ja viele schon durch Berichte, da haben wir also Zugsgenehmigung bekommen und dattessen war mein Bruder auch hier in Bayern aufdurch den Onkel.
01:04:05: Wahnsinn!
01:04:07: Also war das dann ein bisschen Familienzusammenführung?
01:04:12: Und dadurch sind wir dann überhaupt... von der Ostzone, damals war es die Russenzone aber jetzt sind wir dann nach Bayern.
01:04:26: und zwar sind wir nach Bayern.
01:04:29: Von daheim Forbes sehen Sie das ist auch das Datum Daheim-Fortzehnten Juni, nineteenhundertsechsundvierzig war ein Osterm ... Ein Pfingstg.
01:04:50: in Erinnerung auch noch wie man alle mitten Vorwerk wurde dann eben, wir mussten ja irgendwie vorgekommen.
01:05:01: Wurden nicht abgeholt.
01:05:03: Da muss man zu diesem Sammelplatz, da muss man selber organisieren.
01:05:09: Also sind wir mit den Bauern im Vorwerk.
01:05:11: Den haben wir dann sogar noch diesen Kinderwagen, den wir hier noch bei der Oma hatten.
01:05:17: Haben wir den als Bezahlung für diese Fahrt?
01:05:25: Dort gelassen!
01:05:27: Geld, ich denke mal sonst.
01:05:30: Wie haben wir in der Zeit gelebt?
01:05:35: Wir hatten ja zu Essen, da durch das man auf dem Bauernhof war.
01:05:41: Das ganze Jahr, für Deutsche hat es keinen Gramm Fleisch gegeben aber sonst waren schon so Lebensmittelkarten ganz bescheiden.
01:05:53: Also verrungert haben sich die Leute dann doch nicht lassen.
01:05:57: in diesem Jahr Auf alle Fälle, also gut.
01:06:00: Dann sind wir eben am zehnten Juni, der ist noch ein bisschen unterwegs.
01:06:11: Da habe ich nicht viel Erinnerung.
01:06:14: und dann war man in Grudersleben im Kreis Nordhausen in Thüringen das Jahr.
01:06:25: Das ist auch Erinnerungen.
01:06:27: da war ja meine Oma, meine Mutter Meine Schwester und ich, das ist noch vor mir.
01:06:39: Ein Hoftor, ein bisschen ein Hof und dann kurz Haus raus, eine kleinere und eine größere.
01:06:53: Also wir würden... Da war es niemand dabei gewesen.
01:06:58: die haben halt die Adresse.
01:07:00: dort werden sie zugewiesen.
01:07:02: Die Leute müssen was hergeben einen Raum Geld.
01:07:05: Das war doch damals so Stehen wir vor dem verschlossenen Po.
01:07:13: Also in einigen Erinnerungen, die bleiben noch zwanzig, dreißig Jahren und die Frau Kühnemund hat die geheißen war.
01:07:27: Naja damals waren sie, haben die Leute älter gewürgt.
01:07:31: Die war vielleicht erst anfangt da, gell?
01:07:35: Und die war die kleinere und ihre Schwester, die Frau Könemund... Ich weiß nicht, war die auch Kriegerbetrieb?
01:07:43: das kenne ich gar nicht sagen.
01:07:46: Die Schwester war aber, also mit am älterlichen Anwesen hat die noch mit gelebt.
01:07:53: Auf alle Fälle hat die Frau Kühnemund ihre Hände zusammengeschlagen und hat gesagt Gott des Willen auch noch ein Kind!
01:08:06: Also da dienen sie ja auf keinen Fall.
01:08:11: Und dann... ich glaube das hat meine Mutter dann immer wieder mal erzählt dass sich das aussch.. So genau wüsste.
01:08:19: Weiß?
01:08:22: Meine Mutter gesagt, ach nehmt sie uns doch!
01:08:25: Nehmt Sie uns doch.
01:08:27: Wir kommen ja bald in die amerikanische Zone.
01:08:31: Also wir bleiben ja nicht lange so ungefähr gelb.
01:08:35: Und dann wieder Ach nach Amerika Hat meine Mutter wahrscheinlich hinterher noch immer mal erzählt was ich das genommen Was wir dann für eine Wohnung hatten, das war ein Raum.
01:09:12: In der Mitte einen Gang, da ging grad ein Stuhl rein.
01:09:19: Wohnraum für vier Personen.
01:09:22: Wahnsinn!
01:09:26: Es war ja auch bescheidenes Häusel.
01:09:31: Da war dann davor so ne Bank.
01:09:33: Da haben wir dann bisschen unsere Habseligkeiten die man halt hatte.
01:09:39: Wie können wir Ihren Zimmer gar nicht haben, war ja kein Platz weit in einem Bett geschlafen.
01:09:53: Wir hatten ja kaum was wie mir überhaupt was gestellbar, wenn man jetzt zurückdenkt
01:10:10: hat.
01:10:10: Ja das klar bin ich.
01:10:14: Das ist man da noch in Erinnerung des Gutes Leben.
01:10:18: Ich glaube dass in dem Ort überhaupt kein Geschäft war jedenfalls Dann, das Kilometer entfernt war dann.
01:10:30: Äh, äh, ähnlich hat es geheißen, dass immer dann, ähh, hat's immer mal was aufgegeben auch und da... Da war ich dann diejenige, die dafür verantwortlich war, dazu gehen und zu schauen ob's was gibt, gell?
01:10:47: Und sie waren ja auch noch sehr jung!
01:10:49: Ich war ja damals
01:10:50: erst vierzehn, kann man sagen, vierzeinhalb, gel?
01:10:59: Ja.
01:10:59: Ach ja, das muss ich auch noch sagen.
01:11:04: Bei uns in unserem Ort daheim war hauptsächlich Obstbau.
01:11:11: Da so eine reine Obst ging und es waren ein bisschen bergig alles drum wir hatten im Krieg haben wir also freilich ist zwar alles zugeteilt aber dadurch dass dann die Großeltern einen Bauernhof hatten In dem sind keine Not, natürlich.
01:11:31: Wie gesagt, viele sonst dort nicht gehen.
01:11:34: Aber ... und dort war reiner Ackerbau?
01:11:39: Ich glaube da waren auch kaum.
01:11:41: Bei uns war ja kein Feld ohne Obstbaum, gell?
01:11:47: Ja.
01:11:47: Und das war für uns unbekannt alles frei!
01:11:55: Das ist mir dann auch in Erinnerung.
01:11:58: getreide Anbau und Ärzten... Anbau, da war ja dann schon die Ernte schon vorbei ein bisschen.
01:12:10: Da sind wir dann gegangen und haben nachgelesen Einzelnen Getreidekerne aus der Erde raus gelesen Und auch in Erinnerung.
01:12:29: also da haben wir etwas zusammen.
01:12:33: Aber es war so wie drei Frauen sind gegangen und die kleine Brigitte Die hat dann im Bett gesessen, hat die Stickerle Brot hingelegt gekriegt und da ist halt Sitze geblieben bis wir um eins oder vielleicht um zwei wieder heimgekommen sind von der
01:12:55: Glauberei.
01:12:56: Wahnsinn!
01:12:57: Und das ist mal auch in Erinnerung wo man auch wieder einmal gekommen sind und das ist sogar die Frau Kühnemund Ich kam dazu, wo haben sie denn die Kleine?
01:13:13: Die ist
01:13:13: oben im Bett.
01:13:15: Mein Gott!
01:13:16: Ist
01:13:16: das Kind brav.
01:13:18: Denken Sie an mit ... Kann man sagen, fünf Jahre war es hier aus dem Verhalt.
01:13:28: Das war wirklich ein braves Kind.
01:13:31: Wahnsinn.
01:13:32: Und aufwuchtig.
01:13:34: Das
01:13:34: Wutste sein.
01:13:39: Ja, und dann hat wie gesagt der Onkel diesen Zuzug bekommen.
01:13:45: Und dann sind wir am ersten September nineteenhundertsechsundvierzig, muss man ja auch selber schon irgendwie sammeltransporten.
01:14:02: Es wurden doch einige Menschen eben haben Zuzuge nach ihr bekommen.
01:14:09: Das meine ich habe mir gar nicht diesen Transport selber organisiert bis nach Nürnberg.
01:14:20: Das war dann schon ein enormer Weg, gell?
01:14:25: Das ist wieder Erinnerung.
01:14:27: da sind wir in Nürmberg am Bahnhof.
01:14:30: Irgendwas muss am späten Abend angekommen sein.
01:14:36: Jedenfalls sind wir praktisch in der Nacht am Bahnhof mit unseren drei Säcken und unserem Rückenkorb was wir halt besessen haben.
01:14:44: noch sind wir gesessen und mussten ja schauen, wie man dann wieder weiterkommen.
01:14:52: Dann ist meine Mutter zum Schalter gegangen zur Pfarrkappenschalter und hat schon war Rötenbach also Kappe nach Rödenbach.
01:15:10: Da ist sie gekommen.
01:15:13: Rötonbach das ist hier gar nicht weit von Nürnberg.
01:15:17: auch haben wir da ein Glück Das haben wir es denken angefangen.
01:15:25: Wir haben ja ganz schon eben, das kann ja nicht stimmen.
01:15:34: Also ist sie wieder zum Fahrkarten-Schalter.
01:15:38: Ja... Das ist Rötenbach bei Nürnberg und Rödenbach in der Oberpfalz bei Weiden.
01:15:47: Das war natürlich wieder noch eine Enttäuschung.
01:15:51: also gut sind wir dann Die Erinnerung, die ich habe.
01:15:57: Wir sind an den Rötenbach angekommen und Rödenbach ist praktisch ... Man kann eher sagen Emeiler wie ein kleines Dorf.
01:16:09: damals ja überhaupt.
01:16:11: da waren vielleicht zehn Häuser höchsten, fünften Häuser gestiegen.
01:16:21: Ja wir müssen nach Kohlberg.
01:16:23: Ja nach Kohlberg, du bist da übern Berg.
01:16:30: Diese Erinnerungen hab' ich auch noch.
01:16:34: Gott des Willen, wo kommen wir hin?
01:16:37: Wenn es hier schon so dürftig ist.
01:16:40: Wie ist es dann übern Berg?
01:16:42: Da ist es ja
01:16:43: noch viel schlimmer.
01:16:45: So war meine... Ja klar!
01:16:49: Also gut.
01:16:51: Na da haben wir ein Ding organisiert.
01:16:56: Der hatte Pferd nach dem Essen und dann fahren wir euch nach Kohlberg.
01:17:10: Da haben wir dann ein Haus gesessen auf der Bankhausen und haben halt gewartet.
01:17:18: Und es war Mittagszeit, da haben sie doch meiner Schwester, meine kleine Schwester etwas zu essen rausgegeben hat meine Schwester ein bisschen Mittagessen bekommen und mir natürlich nicht.
01:17:37: Das ist auch jetzt die Erinnerung.
01:17:42: mit dem Fuhrwerk nach Kohlberg.
01:17:45: Aber Kohlberg ein größer Ort, also war nur Ebenrötenbach das war Bahnstation aber eben nur eine Ansiedlung.
01:17:55: na gut und dann war mein Bruder auf einen.
01:18:04: also war praktisch na so so aber man hat da noch kann sie sagen eins zwei drei Tage das weiß ich heute mehr Jungen Männer noch, war mir da noch hammerkampiert.
01:18:23: Bis wir dann also einen Raum im Nachbarn durften.
01:18:30: Also gut!
01:18:31: Wir kriegen in Hannesgring... Ich weiß ja nicht was sie alles schon für Erinnerungen haben und Berichte.
01:18:44: Da wurde ihr dann in die Häuser gegangen.
01:18:49: Wer vier Räume hatte?
01:18:51: Da wurde ein Raum so... und der wird beschlagnahmt, da müssen sie Leute reinnehmen.
01:18:57: Das war damals
01:18:58: so.
01:18:58: Ja das hab
01:18:58: ich auch gehört!
01:19:00: Genau!
01:19:01: Und also gut wir haben dann eben einen Hannes-Grünhaus-Kreisen, ja, der Ort.
01:19:07: Und dort kriegen wir ein... Also gut fahren wir los.
01:19:16: Mein Bruder hatte schon in dieser Zeit im Egerland ein Betrieb, aber da eingeheiratete.
01:19:36: Der hat dann hier in Kohlberg so eine Fabrikgelände, das war lange schon stillgelegt, der hat da schon organisiert und hat schon bisschen einen kleinen Betrieb aufgebaut.
01:19:53: Und da war mein Bruder, dann hat er schon gearbeitet diese Tage, wo er schon früher da war Und das ist auch jetzt die Erinnerung.
01:20:06: Also gut, der hatte dann eine Pferd schon in ... Der hat ein bisschen auf großem Fuß gelebt und also gut wurde man mit ihm mit und dann war natürlich so, es war eher kutschabig waren dabei, also er hat die Pferde betreut, hat uns hingefahren.
01:20:34: Wir waren ja dann schon, ich muss immer jetzt schon zählen, drei, fünf mit meinem Bruder.
01:20:46: Wär mal zu sechs gewesen.
01:20:49: Ein Zimmer und dann kommen wir in das Zimmer rein und da war sogar der Fußboden schon eingebrochen.
01:20:57: Er war nicht einmal mehr in Ordnung.
01:21:03: Das war nämlich so, es wurde hier einen Raum beschlagnahmt.
01:21:08: Vielleicht war der Raum, der beschlgnahmt wäre, dreimal so groß?
01:21:15: Aber die haben halt den, der ist beschlagnahmt worden.
01:21:20: Also gut ja was machen wir?
01:21:23: Das ist fast nicht möglich.
01:21:25: Das war das Interessante.
01:21:28: dann dieser praktisch dem Betrieb.
01:21:36: Der kam dann.
01:21:38: scheinbar hat er dann erfahren dass man ein kleines Kind mit dabei haben Und er hatte zufällig eine Tochter im gleichen Alter, die Christiane.
01:21:51: Jedenfalls kam der mit seinem... Das war amerikanischer Typ.
01:22:01: Der Mann hat es schon alles organisieren können.
01:22:04: Es kam der gefahren um zu sehen, dass halt so weit alles in Ordnung ist und dann kommt er rein in den Raum.
01:22:17: Hier können sie ja unmöglich leben.
01:22:21: Gott sei Dank hat er das gesehen!
01:22:23: Aber wohin, gell?
01:22:30: Da denke ich heute auch drüber nach... Das hält man fast nicht für möglich.
01:22:39: Der haben Sie Erfahrung mit viel.
01:22:43: Dann war meine Oma auf Bäuer und meine Mutter war eine halbe als Bauern-Dochter.
01:22:50: Ja, haben wir schon ... Mit Kühen Ja, na gut.
01:22:57: Sie halten das nicht vermutlich.
01:23:00: Da hatte der Mann schon eine Kuh und da waren noch so Gebäude von der alten Firma praktisch.
01:23:10: Dort hat er eben ... äh, äh ... da war ein Gebäudee, da war es Stall für die Kuh Und dann in der Mitte waren zwei Räume Wohnräume und dann war nochmal äh äh ja oben fürs Pferd.
01:23:27: Also hat er gesagt achja Die wollen sowieso.
01:23:33: Wollen sie es nicht mehr machen, die das jetzt machen?
01:23:38: Da hat er noch irgendwie einen Ausweichsraum gehabt da ist der zu den Leuten gefahren.
01:23:47: Also wir haben Ersatz für Sie Hat die Leute in diesen Ersats für das gemacht hatten weil sie heute nicht mehr.
01:23:57: Dann sind wir postwendend in denen ihrer Wohnung wiedergekommen.
01:24:06: Wahnsinn, also wirklich wenn ich jetzt da drüber nachdenke.
01:24:12: Also waren wir dann in diesem Nachbau.
01:24:18: schon der Bau.
01:24:21: In der Mitte links stall, Mitte ging es vom Drei-In-Wohnraum.
01:24:32: Da war kein Vorraum und nichts.
01:24:37: Zwei kleine Räume drin.
01:24:45: Euer vielleicht gibt's die heute noch so ein Gartenrestaurant.
01:24:50: Klappstühle.
01:24:51: So ein Klappsstuhl war es drin, zwei Tische das Paar ist.
01:25:01: und dann waren wir Kinder in den zwei Räumen und dann kam der.
01:25:20: mein Vater kam ja dann auch noch.
01:25:24: Aber sagen später auch noch.
01:25:28: und dann war aber froh dass er unter dessen die eine davon dieser Oma bei uns war hier in Bayern Das war wieder bei Oberfischdach waren die Tante, die hatte Baby praktisch.
01:25:49: Da war wie der Schwanger also ist die Oma dann zur Tante Sophie gezogen.
01:25:55: da waren dann doch bloß noch mehr fünf in diesen zwei Räumen und da haben wir dann eine ganze Zeit gelebt und meine Mutter hat dann die Kühe versorgt.
01:26:08: Die Kuh war ja nur eine Kuhversorgung Und wir haben dann meinen Bruder, und das war ja mein Vater da in dem Betrieb.
01:26:19: Aber dann eben gearbeitet.
01:26:23: Ging die Schule?
01:26:24: Sind Sie da auch zur Schule gegangen damals oder gab's es gar nicht?
01:26:28: Da
01:26:28: hat doch kein Mensch mehr an der Schule gedacht!
01:26:30: Ja, alles glaub ich.
01:26:33: Ich hätte hier praktisch... Also ich sag oft ja, ich weiß schon warum es... Ich hab hier bloß sechsundhalb Jahre aus Schule.
01:26:46: Siebtes Schuljagd, kann man sagen.
01:26:51: Also gut das wär dann, es wäre dann im Sommer siebte aus gewesen und sechsundvierzig hätte ich nicht gehabt.
01:27:11: Und da war ja aber schon am Ende des Krieges dann unsere Schule belegt, ne?
01:27:18: Unsere Schule, nee!
01:27:19: Aber die Nachbarschule als Lazaret hergenommen.
01:27:22: also wurde dann Schichtunterricht gemacht, in einen Früh- und Nachmittagunterricht, das war auch noch so eine Ding für sich.
01:27:38: Und dann sind wir einmal in der Woche reingefahren, haben Aufgaben geholt, es ging alles drunter und drüber.
01:27:49: Also hätte ich praktisch mein siebtes oder achtes Schuljahr, aber das hat meinen Mann später oft gesagt er konnte das nicht verstehen Dass da mein Vater nicht drauf getrunken hat, dass ich wenigstens noch ein Jahr in die Schule gehe hier in Kohlberg.
01:28:16: Und ich aber umgekehrt... Ich hätte gar keine Lust dazu gehabt.
01:28:21: und dann ist es das Wort an so bisschen Kindertumheit.
01:28:35: sind, die jetzt geobnet.
01:28:37: Die Schulen ist ja egal.
01:28:38: jedenfalls wir hatten Volksschule, Bürgerschule und dann war ich glaube das Gymnasium hat Handelsschule keisen.
01:28:49: also das weiß ich nicht mehr wie das.
01:28:52: aber jedenfalls ich bin dann praktisch in die Bürgerschuhe gegangen dass es so heute wie die Mittelschule vielleicht schon in die bessere Schule gegangen im Kohlberg in die Volksschule gehen, also das war ja gut.
01:29:19: Ich nie mehr da Schule gehabt oder noch was gelernt.
01:29:27: und dann, das muss ich Ihnen auch noch sagen, es wurden verschiedene... Es wurden dann... Das war Holz-und Betonwerk hat sich genannt.
01:29:40: Über hundert Arbeiter hatte er dann gehabt schon der Mann.
01:29:44: Alles natürlich professorisch.
01:29:49: Da wurden dann Ziegeln produziert.
01:29:57: Und hier in Bayern haben sie wie Ziegeltaschen im Dialekt, gell?
01:30:07: Also ich weiß nicht was da war, ich stand im Haushalt damit und da bin ich also hin- und hergeschoben worden in dem Betrieb.
01:30:17: Und da hat eine gesagt ja die machen Ziedeltasche jetzt Und dann müssen wir im Ziedeltaschen machen.
01:30:28: Habe ich gedacht, um Gottes Willen!
01:30:31: Ich kann doch keine Ziedeltaschen, ich kann auch eine Nähmaschine nähen.
01:30:37: Ich habe unter Taschen noch nur mir eine Tasche vorgestellt und dabei waren das Dachzielen.
01:30:46: Das war eine Mischung aus Zementwasser also eine Tonmischung.
01:30:55: Und die wurden eben Akkord gemacht und da habe ich dann, denke ich an mit den Sechzen Jahren, akkord gearbeitet.
01:31:05: Sie hatten im Vorgespräch erzählt dass sie einen Blusenstoff gekommen sind zum Tauschen, den sie für ihre Schwester irgendwie getauscht haben?
01:31:14: Ja das war der Vorweis.
01:31:22: Der Betrieb, das war alles noch... Das ist ja, ich hab ja ... Ich hab ja daheim.
01:31:30: Ich habe Vorderwährung.
01:31:32: Ich hab diese Episoden.
01:31:34: Das ist schlimm!
01:31:36: Das war noch alles ... Ich war nach der Vorderwerbung die Ziegeltasche und das Ganze.
01:31:41: Und dann, wie gesagt, da hat's eben noch kaum was gegeben.
01:31:46: Und dass mit meiner Schwester, das war dann noch ein kleines bisschen früher eben... Ja, das ist mir, wo ich ihm jetzt mal ... geredet hab, ist mal eingefallen.
01:32:01: Da war wieder von uns daheim die sind eben schon früher weg, die mussten früher weg.
01:32:08: Die waren dann da in Oberfischdach und da waren eine ganz gute Freundin mit einem kleinen Dorf und da war man sowieso mit Kindern besser wie heute vielleicht wo alles größer ist.
01:32:29: mehr mitnehmen können.
01:32:30: Und von der hatte ich eben diesen Blusenstoff, das hätte mir selber so nötig mal was gelben.
01:32:39: Das kann man sich heute nicht mehr
01:32:40: vorstellen.".
01:33:03: Na ja, wie überall ist.
01:33:05: Wenn Ihnen vielleicht jemand gut gesotten war, haben Sie eben mal einen Bezugschein gekriegt?
01:33:12: Die besser bekannten haben vielleicht dann eh einmal was gekrieg.
01:33:16: So war das so!
01:33:18: Und so wird es heute nicht wahrscheinlich anders sein.
01:33:21: Das stimmt.
01:33:24: Ja also gut und da waren eben diese Tauschzentralen... Das ist man eben jetzt erst eingefallen durch dieses Bücher, wo ich jetzt geschmeckert hatte.
01:33:38: Da konnten sie alles was wir hatten, konnten sie dort hinbringen wenn sie etwas hatten und konnten wieder dementsprechend ein bisschen wertmäßig und so was anderes nehmen.
01:33:53: ja und da sind wir also mit diesem Blusenstoff.
01:33:56: Wir hatten sonst nichts und das ist aber zu wenig für ein paar Kinderschuhe wo diese Kette hergestammt hat.
01:34:08: Die auch mit von Liya-Hatze kreisen die Freundin, die Liya auf alle Fälle also schwer am Herzen.
01:34:19: Das war ich wahrscheinlich auch mein einziger Schatz.
01:34:24: Da haben wir die mit dazugeben und da hatte es jetzt die Brigittebauschuhe gehabt.
01:34:29: Ich hab's jetzt meiner Store erzählt habe ich gesagt aber das war eine Bauschuhae die heute erkennt im Sommer an hat, aber nicht für den Winter.
01:34:42: So ungefähr, gell?
01:34:43: Ja ja.
01:34:48: Dann kann ich mich erinnern dann war der Schwabsmarkt.
01:34:52: Das ist ja... Da hat es ja alles gegeben!
01:34:56: Da waren mein Bruder mal oder ich glaube mein Brutter ist damals in Weiden war da hat er fünfundsiebzig Marek für einen der Einfunkbutter gewesen sein.
01:35:17: Jetzt konnte es sich ja auch nicht viel erlauben, soviel Geld hat man ja auch nie.
01:35:23: Ja, das haben wir halt mit Löffel wurde verteilt, dass ja niemand mehr hatte und das war die schlechtere Zeit.
01:35:42: Das habe ich jetzt wieder, ist mir das eingefallen wo ich immer gesagt hab in der schlechten Also, wenn es mal wieder alles zu kaufen gibt.
01:35:56: Es wird nie gespart!
01:36:02: Ein Kleid für einen Tag und ein Kleid die Woche Und das andere Geld wird alles verfressen.
01:36:13: Das ist mir jetzt mal wieder eingefallen und wissen was passiert ist.
01:36:19: Ich habe nicht eine Mark fürs Verfressenausgeben weil ich wieder nur gespart hab.
01:36:28: Was
01:36:34: haben Sie denn für eine Ausbildung gemacht?
01:36:39: Ich war Hilfsarbeiterin.
01:36:45: Dieser Betrieb hat dann bestanden bis zur Währungsreform und dann ist natürlich alles anders gewesen, die Ansprüche alles natürlich pleite gemacht, wo wir dann etwas gekriegt hätten.
01:37:10: Dann hat man kein Geld mehr.
01:37:12: Logisch!
01:37:13: Und also gut, da war der ganze Betrieb bestimmt hundert Leute, die waren ja alle arbeitslos.
01:37:22: Also wurde arbeitslose Geld bezogen und in dem Betrieb, wo meine Mutter die Crew gemacht Das hat sich dann auch anders ergeben.
01:37:38: Da hat der Mann dann Barracken angekauft für seine Arbeiter und da war man dann in einer Barracke, da hatten wir auch nur zwei Räume wie fünf Personen.
01:37:57: Kein Wasser!
01:37:59: Das Wasser muss man aus der Bunte oder so bestimmt dreißig Meter mindestens weiter die eine verholen.
01:38:12: kann man sich wirklich, selbst wenn man es erlebt hat nicht mehr vorstellen wie das überhaupt gegangen ist.
01:38:20: Nichts
01:38:20: gehabt!
01:38:22: Ich
01:38:22: habe jetzt mal zu meiner Tochter gesagt haben wir überhaupt jedes Enteller gehabt.
01:38:27: Das weiß ich gar nicht.
01:38:29: Ja Wahnsinn ja?
01:38:33: Also ich selber kann mir fast nicht mehr hervorstellen.
01:38:37: und dann muss ich immer denken und meine Mutter die musste doch ein bisschen was auf... Hinten und nur die Karren Lebensmittelkarten.
01:38:55: Dann ist er pleitegegangen, also als Stempel.
01:39:04: Wer war der Erste, die dann Arbeit hatte?
01:39:08: Als Hausgehilfe im Haushalt?
01:39:10: das war dann ich.
01:39:12: Weil die wurden damals gesucht.
01:39:19: dadurch dass ja das ganz was Billiges war wurden die ja auch mehr angenommen,
01:39:26: wie heute.
01:39:27: Wer kann sich heute noch eine
01:39:28: Hausangestellte leisten?
01:39:32: Da habe ich zwei vom Arbeitsamt dann erst eine Zuweisung bekommen.
01:39:42: also gut sind wir dann zu Fuß.
01:39:44: das ist mindestens sechs Kilometer.
01:39:47: sieben Kilometer sowas sind wir da hin ein Haushalt mit vier Kindern Und da, nicht zwanzig.
01:40:09: Da hat mein Vater gesagt ja wenigstens fünf und zwanzige wenn sie könnten gehen aber zwanziger also das geht doch nicht.
01:40:20: und ne das kennen wir nicht.
01:40:22: Wir haben das war.
01:40:23: ich weiß gar nicht was das für ein Betrieb war.
01:40:25: Es war ein Betrieb Also keine Haushalten mehr.
01:40:28: es war eine kleine Fabrik.
01:40:33: Da kosten die Maschinen und dann ist wieder eine Reparatur.
01:40:37: Also hätten sie das Geld an mir gespart mit ihren vier Kindern, ich hätte da gut Nacht arbeiten dürfen.
01:40:44: Also gut nicht!
01:40:45: Das haben wir dann abgelehnt.
01:40:48: Jetzt weiß ich aber nicht... Dann hat man ja ein Sperr gekriegt oft.
01:40:53: Wenn man was abgelehmt hat, hat man keine arbeitslosen Geld kriegt.
01:40:58: Das weiß ich, ob es dann doch berücksichtigt wurde, dass man für zwanzig Mark wirklich nicht arbeiten kann.
01:41:07: Ich mein es war schon Kost und Wohnung war schon alles dabei aber trotzdem.
01:41:12: Na gut!
01:41:13: Und dann habe ich eine Zuweisung.
01:41:17: das war dann Herms Schneider.
01:41:21: Das war dann auch, muss mal also gut acht Kilometer glaube ich war so entfernt.
01:41:27: Muss man dann zu Fuß hin marschieren.
01:41:34: Da bin ich dann dort gewesen, es waren drei Jungs hatten die.
01:41:40: Einer war ein halbes Jahr älter wie ich andere ein halbs Jahr jünger das war ja lustig und der dritte war aber so fünf sechs Jahre jüngere.
01:41:50: Und da war ich dann im Haushalt.
01:41:53: Können Sie sich denken ich als einziges Mädchen mit drin unter den zwei Kerlen?
01:42:04: ganz bescheiden zugegangen.
01:42:07: Da hat's früh Kaffee gegeben und trockenes Brot, das war es Frühstück und Mittag stieg alle Fleisch, hat sie eigentlich schon gegeben.
01:42:18: und in Bayern gibt's ja diese rohen Knödel die also... Und da sag ich so oft, da halt wirklich ist was sehr karig und sparsam.
01:42:31: aber mir wurde nicht einmal vorgeworfen dass sich doch Das habe ich oft, da war ich dann in einem anderen Haushalt mal die ... war zahnarzt.
01:42:44: Da hab' ich gehört, ja, ihnen schmeckt's ja!
01:42:49: Also den hab' Ich zu viel gegessen.
01:42:52: und das sag' ich oft In rotem Stadt, tausch haben die geheißen, da hat nicht einmal jemand gesagt Ah, die Trautel, die ist
01:43:01: aber viel!
01:43:03: Und da war Da bin ich hingekommen, das war dann im März.
01:43:14: Dann ist der Mann krebsgekriegt und da hatte er praktisch auch nicht mehr arbeitsfähig.
01:43:26: Und da bin ich wieder heimgekommen, da habe ich ein paar Wochen gestempelt wieder.
01:43:41: Es war ein Gutshof, als genannt.
01:43:46: Butterhof, da sei alt eingesessener Hof bei Weiden.
01:43:53: Da bin ich dann im September.
01:44:08: Dann bin ich dort hingekommen.
01:44:17: Mein Vater war praktisch immer noch arbeitslos die ganze Zeit.
01:44:23: Mein Bruder hatte unterdessen im Nachbarorten ... der hatte dort Arbeit, aber eine schlechte schwere Arbeit.
01:44:37: Und da war dann ein Programm Umsiedlung nach Rheinland-Pfalz.
01:44:43: also das ist eben für die Leute besser sein soll und da hat sich dann eben mein Vater angemeldet.
01:44:52: Also gut, da sind wir dann umgesiedelt.
01:44:56: Das war dann im Jänner, ja, sind wir also dann nach einwandfalls umgesiedelt.
01:45:08: So war ich auf diesem Butterhof nur drei, vier Monate.
01:45:13: Also dort wäre ich nicht geblieben.
01:45:16: Das war mir trotzdem atmosphäre.
01:45:26: Ich habe es lieber ein bisschen ... wie
01:45:29: will ich sagen?
01:45:30: Herzlicher!
01:45:35: Mulmiger sagen wir mal.
01:45:36: Na gut und die Frau hätte mich doch so gerne behalten.
01:45:41: Denken Sie mal an... zufrieden mit mir, dass ich einen Grund hatte
01:45:52: dort wegzukommen.
01:45:54: Also gut sind wir dann eben im Jänner.
01:46:00: Ich muss jetzt schon rechnen war das dann zweieinundfünfzig Jahre?
01:46:09: also gut nach Rheinland-Pfalz und wo kommen wir denn hin?
01:46:15: Das war ja auch, aber das sieht man oft wie so es arbeitet wird.
01:46:24: Das sind mir in eine Gen kommt, die fast noch ärmlicher war wie hier
01:46:30: in der Oberpfalz.
01:46:32: Na super!
01:46:34: Dann waren wir wieder dort gesessen.
01:46:36: mein Bruder hatte keine Arbeit, meinen Vater hatte keine Arbeiten.
01:46:41: aber wer hat die Arbeit?
01:46:45: Die Traudel hat mit Zuweisung im Haushalt an die Mosel bekommen.
01:46:52: also bin ich in einem Haushalt mit fünf Kindern.
01:47:02: Das kann ich mir heute auch nicht mehr vorstellen, da war ich dann an der Mosel im Haushalt.
01:47:10: Es waren Weingut und Weinkellerai, das ist ja hauptsächlich ein Weinbau.
01:47:21: Allerdings hat man bei den zwei Kindern ... war sogar eine ausgebildete Kinderkrankenschwester, die Tante Annelies.
01:47:33: Die hat praktisch um die Kinder in dem Sinn habe ich mich nicht kümmern müssen aber es war ja ein neun Personenhaushalt und die Frau hat aber...die war nicht schiefen, die hat mitgemacht das wäre ja gar nicht anders gegangen.
01:47:52: da war ich dann ehemaliger Mose bis...bis was auch nicht Hierher gezogen bin und hab dann noch drei, vier Monate in Weiden war ich da.
01:48:06: Und dann habe ich ... Nee auch, das geht ja anders.
01:48:13: Mein Mann hatte schon gekannt von vorher in Kohlberg.
01:48:18: Dann bin ich mit denen zusammengekommen.
01:48:21: Dann haben wir ein bisschen Fernbeziehung geführt, paar Monate.
01:48:26: und wir hier was suchen.
01:48:33: Und also gut, dann habe ich eben hier bei diesem Zahnarff die Stellung bekommen.
01:48:40: Das war dann in den Neunzenhundert dreiundfünfzig.
01:48:44: Ja, hatten wir vor im Jahr vierundfünftig zu heiraten.
01:48:52: Im Mai, man heiratet ja im Mai!
01:48:56: Aber ich war ja im Haushalt – das kann ich mir heute auch nicht vorstellen.
01:49:01: Mein Mann hatte Zimmer, damals konnte man ja nicht noch zusammen schlafen.
01:49:07: Das wäre gar nicht gegangen.
01:49:10: Also jedes zweite Wochenende hatte ich frei und er hat sich dann verwandelt.
01:49:19: Da konnte ich dann, wenn ich mal dort war, schlaven über den Sonntag.
01:49:29: Und gut meine Eltern haben silberne Hochzeit gehabt im November Und mein Bruder hatte unterdessen geheiratet, ja.
01:49:43: Und alljahr die fahren hin zur Silbernen Hochzeit.
01:49:47: Wir können uns nie erlauben da haben wir doch kein Geld mehr müssen sparen.
01:49:51: wenn man mal den Haus stand gründen und dann sagt mein Mann, heiraten wir doch mit!
01:50:04: Das war unter der Haustür das Heiratenwärtes Das war so selbstverständlich.
01:50:15: Wir heiraten mal, da hat es keinen Heiratsantrag gegeben in dem Sinn.
01:50:19: Nix romantisches!
01:50:22: Ich meine schon mein Mann hat dann zu meinen Eltern geschrieben ob's ein Recht ist.
01:50:28: das glaube ich habe dann auch anstandsalber gemacht.
01:50:32: ich war ja erst einundzwanzig aber das war damals normal.
01:50:39: und dann haben wir eben Tatsächlich sind wir zur Silberhochzeit wieder in die Eifel und haben dann hier geheiratet.
01:50:55: Ich bin weiterhin noch im Haushalt geblieben, mein Mann hatte ja nur ein einziges Zimmer, da war er schrankt drinne und ein kleines Elfchen, heißt das Bescheiden.
01:51:11: Da war ich dann noch von November, haben wir geheirate.
01:51:15: Da war ich dann bis Mai immer noch in Weiden im Haushalt.
01:51:20: Bin ich alle zwei Wochen, hatte ich mal eben einen Sonntag frei.
01:51:26: Da bin ich mit dem Fahrrad, bin ich da nach Kohlberg gefahren entweder frühzeitig am Sonntags- oder spätabend am Samstag.
01:51:39: Bis dann ... Ja, dann haben wir ihn hier in Weyer Hammer.
01:51:46: Mein Mann hat ja dann unter dessen in Weier Hammer schon gearbeitet Und dann, da haben wir eine Werkswohnung gekriegt.
01:51:58: War dann neunstenhundertsig Jahre
01:52:06: ... Um den Boden zurückzuspannen, haben Sie seitdem jemals Ihre alte Heimat wieder besucht?
01:52:12: Also ich nicht!
01:52:15: Ich war keine die viel unternommen hat im Leben in dem Sinn.
01:52:20: Ich war nie daheim aber mein Bruder der war mindestens Drei Mal, würde ich sagen.
01:52:30: Einmal haben sie sogar damals noch Wiesen umgebraucht, kann ich mich erinnern.
01:52:35: Da waren sie mal drin und später dann war es ja alles gelockert da.
01:52:45: Ich glaube das eine Mal sind Sie da noch mit dem Zug gehabt oder schon ein Auto gehabt?
01:52:50: Das weiß ich gar nicht!
01:52:52: Das war ja auch so.
01:52:57: Eid erst, gell?
01:53:00: Also die waren mindestens dreimal drin.
01:53:04: Und auch meine Schwester war sogar einmal mit ihm drin und ich war aber immer ein bisschen möglichst nicht viel unternehmen.
01:53:19: und mein Enkel, den hab' ich ja natürlich immer etwas erzählt Hat er gesagt, auch Oma, der Fahrer, also eher mal rein.
01:53:33: Jetzt erst die zwei Jahre viel länger ist es nicht und sie wollten, das sind so Radfahrer,
01:53:42: die wollten mit dem Rad fahren
01:53:45: und hatten aber schon ein Baby.
01:53:47: Kennen Sie sich das vorstellen?
01:53:49: Wahnsinn ja!
01:53:51: Nein Gott, die haben schon einiges genommen dass es wahnsinnig war.
01:53:58: Auf alle Fälle also gut bei den Enkel.
01:54:02: Und dann kommt er mal, das war dann voriges Jahr im Zeitigen Frühjahr oder wenn es kommt und hat zeigt mir Bilder.
01:54:13: Das ist so ein Bild von unserer Heimat Aber ich sag bloß ihr wart in Saarlesel.
01:54:20: Ja Oma Wir waren jetzt doch mit dem Auto Also sind sie.
01:54:26: dann haben allerdings nur Ein mehr oder weniger Absträcher geschlafen haben sie, glaube ich in Chaosbad auf alle Fälle.
01:54:39: Also der war jetzt erst zu sitzen und hat einige Bilder
01:54:44: gemacht.".
01:54:45: Was haben die Bilder bei ihnen ausgelöst?
01:54:47: Zieht es noch so aus wie damals oder hat sich viel verändert?
01:54:53: Die haben
01:55:00: sehr gute Bilder gemacht.
01:55:03: Da habe ich mindestens so acht, zehn Bilder von denen mal bekommen und da hab' ich ja schon einmal unser Haus und dann war auch noch eine Freundin, die waren auch mal drin, die hat mir auch Bild geschickt.
01:55:23: also ich habe von unserem Haus mit mindestens drei Bilder und da habe ich jetzt eben verglichen dass die jetzt auch einiges umgebaut haben.
01:55:37: Also immer wieder was anderes.
01:55:39: Einmal habe ich gesehen, ach ja!
01:55:41: Die haben jetzt da oben... Da war Tür und Fenster.
01:55:44: das haben sie jetzt in einem Stück also nur eine Öffnung im Ganzen.
01:55:52: Und jetzt beim letzten Mal wo mein Enkel drin war wir hatten zwei Fenster in den Räumen Die haben sie zusammengelegt und haben nur noch ein Fenster drin.
01:56:07: Aber es ist gepflegt, dass das Haus war an sich immer schon etwas allepesonderes.
01:56:13: Das hatte Anki von meiner Mutter.
01:56:18: Ich weiß auch nicht wo der das Geld her hatte.
01:56:21: Jedenfalls hat er sich ganz gut gestanden.
01:56:25: Der hatte richtig einen Besitz gehabt Der hatte bis zum fünften Saisonarbeiter gehabt.
01:56:40: Und das Haus hat ihm gehört, der hat aus unserem Optium gestammt und da haben wir dann drin gewohnt und er hat dann nur das gekauft.
01:56:51: Das war vorher auch etwas anderes ein Balkon angebaut mit Säulen.
01:57:00: Das hat ganz vornehm ausgeschaut.
01:57:03: Das war auch mehr das Schein als sein, das Haus.
01:57:10: Und es waren dann schnell warmschechische Leute drinne.
01:57:14: Das war dann schon bald nachdem daneben und die ersten Tschechen gekommen sind.
01:57:23: Da waren wir dann mal... Das sind so viele Sachen wo man sich da mittendrin hat.
01:57:33: Und ob die dann ewig drin waren?
01:57:38: Das weiß ich heute nicht.
01:57:40: Aber die Leute, die dann bei meiner Oma – das muss ich noch schnell sagen!
01:57:47: Da kamen dann E-Mae bar mit zwei kleinen Kindern.
01:57:51: Die haben ja auch nur zwei Räume gehabt und in dem Haus waren nur vier Räumen.
01:58:00: Und wir hatten dann also zwei kleine Räime gehabt und die hatten dann die zwei großen.
01:58:09: Meine Oma und die Tante, die haben ja die ganze Zeit dann gearbeitet.
01:58:17: Die hatten ja keine Ahnung von Landwirtschaft.
01:58:20: Die haben praktisch nur, dass sie halt das jetzt besessen haben.
01:58:24: aber die Arbeit und er wird vielleicht schon ein bisschen was ... Der musste doch etwas machen mit den zwei Kühe.
01:58:34: Die hat meine Oma die ganzezeit versorgt.
01:58:38: Allerdings haben wir da auch genügend Kartoffeln
01:58:41: zu essen gehabt.
01:58:43: Vielmehr ja näher, aber war das schon wertvoll!
01:58:47: Was würden Sie denn jetzt mit Ihrer ganzen Lebenserfahrung und allen Erlebnissen der jungen Generationen mit auf den Weg geben
01:59:21: wollen?
01:59:22: In der Mittelschule hatten wir Englisch.
01:59:24: Und da sieht man, wie man eben kann manipuliert werden, äh... ...wie wir es in Englischen lernen.
01:59:33: Ja, wenn das in Englig ist!
01:59:35: Die Sprache unserer Feinde, gell?
01:59:38: Das war damals so von uns Kindern.
01:59:42: und heute denke ich, mein Gott, warum können sich die Menschen nicht verstehen?
01:59:50: Es ist...das ist das Schlimme Was für mich eigentlich jetzt prägend davon allen ist und ich würde auch nie irgendwann auf jemanden sagen, das sind die erstens mal wenn sie jetzt rechnen.
02:00:06: Die uns das alles angetan haben da sind ja jetzt schon drei Generation später.
02:00:12: was kennt die noch?
02:00:14: Aber es gibt heute immer noch solche Leute die das noch eben ja wie über Frau Jetzt hab ich Kopfschmerzen und sie auch.
02:00:26: Ja, jetzt wird der Kleine
02:00:29: langsam unruhig?
02:00:33: Ich hatte eigentlich auch liebe Kinder.
02:00:35: Da kann ich mich nicht beklagen.
02:00:38: Weil das ist ja auch ein Kind haben oder ein Zeug klingt.
02:00:42: Das ist auch nicht so einfach.
02:00:44: Aber jetzt macht er brav mitgemacht, aber jetzt mag
02:00:46: er natürlich die
02:00:48: Geschäftdigung.
02:00:50: Bei mir schreit ja niemand.
02:00:54: Mein Magen und der ist auch großzügig, das hätte ich früher gebraucht.
02:00:59: Ja
02:00:59: ja genau.
02:01:00: Wenn man alt ist hat man ganz andere Bedürfnisse.
02:01:03: Das hätte ich auch nie gedacht, dass es so etwas
02:01:06: gibt.
02:01:07: Der dann geliebt sehr für ihre Offenheit und die Erzählungen?
02:01:12: Ein Kauderwäsch!
02:01:20: Und machen sie damit was wollen...
02:01:26: Das muss ich noch schnell sagen.
02:01:31: Was damit anfangen oder fällt das ins Hand?
02:01:35: Na, da kann ich auf jeden Fall damit was anfangen!
02:01:39: Und Sie geben das auch irgendwie
02:01:42: weiter?!
02:01:43: Nee, ich mache ja diesen Podcast
02:01:45: und
02:01:46: schneide es Ganze zu... ...und dann kann man sich das anhören sozusagen.
02:01:51: Ja, ja, und würde das von meinen Leuten auch jemand...wissen sie...?
02:02:00: Also ich sage... Ehrlich, ich bin ja so ungebildet.
02:02:04: Ich besitze nur einen Fernseher und einen Bohnenapparat aber mit Tasten sag' ich immer dazu nicht mehr
02:02:16: mit Wählscheibe sondern mit Tastem.
02:02:19: Und das ist alles was ich an... Also ich denke ihr könnt es ja auch anonym machen oder den Namen zu veröffentlichen und ansonsten glaube jetzt nicht dass dann die Runde macht.
02:02:35: Und sie haben ja mit der Maike auch ganz
02:02:39: anderen Kontakt, gell?
02:02:40: Genau.
02:02:41: Mit dir habe ich ihr was Internet geschrieben oder Sie hat mich angeschrieben.
02:02:44: Ja und ich würde sagen wenn Ihnen das nichts ausmacht, können Sie hier mal noch ein bisschen etwas sagen wie das laufwürde ob ich das also meine lieben Verwandten irgendwas... Ich kenne mich damit den ganzen Bezeichnungen.
02:03:03: Das ist für mich so.
02:03:05: Überall, man interessiert sich nicht dafür wenn man es nicht
02:03:09: braucht.
02:03:09: Ja alles klar.
02:03:11: Also dann wünsche ich Ihnen eine ganz gute Zeit und
02:03:15: für Ihr
02:03:18: kleines Sehnschen alles alles Gute.
02:03:21: Vielen Dank!
02:03:22: Und Sie können mit der Maike noch mal Kontakt aufnehmen.
02:03:25: Genau
02:03:28: Jetzt ist mein Leben gelaufen.
02:03:33: Gut im
02:03:33: Jänner wäre ich ninety-fünf.
02:03:40: Sie kennen ja, wenn sie es haben.
02:03:43: Ihr Mädchenname war Lil Traudel.
02:03:48: L-I-L-L und
02:03:50: Traudl.
02:03:51: Das ist noch ein paar Fenster?
02:03:54: Alles klar!
02:03:55: Also alles Gute wünsche ich für Sie.
02:03:58: Noch eine schöne Vorweihnachtszeit und schöne Weihnachten.
02:04:01: Ihnen auch und danke.
02:04:04: Ja klar dann machen Sie's gut.
02:04:09: Ja Sie auch.
02:04:14: Tschüss History Wissen.
02:04:18: Heute geht es um das Münchner Abkommen, eine politische Entscheidung die als Versuch der Friedenssicherung in die Geschichte einging und zugleich zu einem der folgenschwersten Zugeständnisse an Adolf Hitler wurde.
02:04:31: Es ist der neunzwanzigste September nineteenundhundertdreißig – München!
02:04:36: Während die sechsjährige Traudel mit ihrer Familie in der Tschechoslowakei lebt wird mehrere hundert Kilometer entfernt eine folgenschwere Entscheidung getroffen Die nicht nur ihre Heimat sondern die politische Landkarte Europas nachhaltig verändern wird.
02:04:51: An diesem Tag treffen viele der wichtigsten Männer Europas in München zusammen – Adolf Hitler, der britische Premierminister Neville Chamberlain, der französische Ministerpräsident Eduard Dalladier und der italienische Diktator Benito Mussolini.
02:05:07: Es geht um Frieden oder Krieg, um Grenzen, um Gebietsansprüche und die Zukunft eines ganzen Staates.
02:05:17: Doch ausgerechnet die Vertreter dieses Landes, über dessen Schicksal verhandelt wird dürfen nicht mitentscheiden.
02:05:23: Die Czechoslovakie sitzt jetzt nicht am Verhandlungstisch.
02:05:26: Um zu verstehen wie es so diese außergewöhnliche Situation kommen konnte müssen wir zunächst einige Jahre zurückblicken.
02:05:34: Es ist neunzehntachzehn Europa nach dem Ersten Weltkrieg.
02:05:38: Der erste Weltkrig ist beendet Millionen Menschen haben ihr Leben verloren Vier große Monarchien sind zusammengebrochen und die politische Landkarte Europas wird neu gezeichnet.
02:05:49: Aus den Trümmern der österreichisch-ungerischen Monarchie entsteht unter anderem die Tschechoslowakei, doch der junge Staat ist keineswegs einheitlich.
02:05:59: Neben Tschechen und Slowaken leben dort auch Deutsche, Ungarn, Polen und weitere Bevölkerungsgruppen.
02:06:06: Besonders in den Grenzregionen Böhmens, Meerns und Österreichisch-Lesiens lebt eine große deutschsprachige Bevölkerung.
02:06:13: Diese Gebiete werden später oder dem Sammelbegriff Sudetenland bekannt.
02:06:18: Rund drei Millionen Deutsche leben in der Tschechoslowakei, viele von ihnen fühlen sich dem neuen Staat nicht verbunden.
02:06:25: Bereits zwischen den Achtzehn und Neunzen gibt es Bestrebungen die überwiegen deutschsprachigen Gebiete an Deutsch Österreich bzw.
02:06:32: an Deutschland anzuschließen.
02:06:35: Doch die Siegermächte des Ersten Weltkriegs entscheiden anders.
02:06:39: Die Grenzregionen verbleiben bei der Tchechoslowakai.
02:06:42: Dabei spielen nicht nur die ethnischen Verhältnisse eine Rolle, sondern auch wirtschaftliche geografische und militärische Überliegungen.
02:06:49: Denn gerade die Grenzgebiete sind für den neuen Staat von erheblicher Bedeutung.
02:06:53: Dort befinden sich wichtige Industrieunternehmen, Rohstoffvorkommen und Verkehrsverbindungen.
02:06:59: In den folgenden Jahren entwickelt sich die Tschechoslovakai zu einer parlamentarischen Demokratie.
02:07:05: Sie gehört zu den wirtschaftlich fortgeschrittenen Staaten Mittel- und Osteuropas.
02:07:10: Dennoch planen die Spannungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen bestehen.
02:07:14: Viele Sudeten-Deutsche beklagen politische Benachteiligungen, wirtschaftliche Schwierigkeiten und eine unzureichende Berücksichtigung ihrer Interessen.
02:07:22: Die Weltwirtschaftskrise ab neun zu neunundzwanzig verschärft diese Probleme zusätzlich.
02:07:27: Gerade die exportorientierten Industriegebiete der deutschsprachigen Grenzregionen leiden unter Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichem Niedergang.
02:07:36: Eine Situation, die nationalistische Kräfte zunehmend für ihre eigenen Ziele ausnutzen.
02:07:43: Adolf Hitler kommt in Deutschland an die Macht.
02:07:46: Mit der nationalsozialistischen Herrschaft beginnt eine aggressive Außenpolitik, deren Ziel weit über die Revision einzelner Bestimmungen des Versaillervertrags hinausgeht.
02:07:57: Hitler will die bestehenden europäische Ordnung verändern Gebiete erobern und langfristig ein rassistisch begründeten deutschen Herrschaftsraum erschaffen.
02:08:06: Im März, in den letzten Jahren ist der sogenannte Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich.
02:08:20: Wieder bleibt eine militärische Reaktion Großbritanniens und Frankreich aus.
02:08:26: Für Hitler ist dies eine Bestätigung seiner bisherigen Vorgehensweise.
02:08:30: Und schon bald richtet sich sein Blick auf das nächste Ziel – die Tschechoslowakei!
02:08:35: Dort gewinnt die Sudeten-Deutsche Partei unter Konrad Hinlein immer mehr Anhänger.
02:08:39: Bei den Parlamentswahlen von nineteen fünfunddreißig wird sie zur stimmenstärksten einzelnen Partei des Landes.
02:08:46: Nach außen präsentiert sich Hinleins zunächst als Vertrieb der Sudetendeutscher Interessen, doch seine Bewegung orientiert sich zunehmend am Nationalsozialismus und wird schließlich zu einem wichtigsten Instrument der deutschen Expansionspolitik.
02:09:00: Im Frühjahr neunzehn achtund dreißig verschärft sich die Lage dramatisch.
02:09:04: Hedlern fordert weitreichende Autonomierechte wie deutschsprachigen Gebiete.
02:09:08: Gleichzeitig aber die nationalsozialistische Führung darauf hin, die Spannungen weiter zu vergrößern.
02:09:15: Hitler geht es längst nicht mehr nur um die Rechte einer Minderheit – er will die Tschechoslovakie politisch und militärisch schwächen und schließlich zerschlagen!
02:09:24: Die Sudeten frage damit zum Ausgangspunkt einer internationalen Krise.
02:09:29: Doch warum reagieren Großbritannien und Frankreich so zurückhaltend?
02:09:34: Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns die Stimmung in Europa Ende der neunzehn-dreißiger Jahre vor Augen führen.
02:09:40: Der Erste Weltkrieg legt gerade einmal zwanzig Jahre zurück.
02:09:44: In Großbritannien und Frankreich sind die Erinnerungen an die Schützengräben, die Materialschlachten und die Millionen Gefallenen noch immer allgegenwärtig.
02:09:53: Kaum eine Familie ist von den Folgen dieses Kriegsverschrunt geblieben.
02:09:57: Die Vorstellung, erneut in einen großen europäischen Krieg hineingezogen zu werden erfüllt wilde Teil der Bevölkerung mit großer Angst.
02:10:05: Vor diesem Hintergrund verfolgt insbesondere der britische Premierminister Neville Chamberlain eine Politik die später unter dem Begriff Apeacement bekannt wird.
02:10:14: Das bedeutet so viel wie Beschwichtigungen oder Entgegenkommen.
02:10:19: Chamberlaine ist überzeugt dass sie ein neuer Krieg möglicherweise verhindern lässt wenn bestimmte deutsche Forderungen auf diplomatischen Wege erfüllt werden.
02:10:27: Dabei spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle.
02:10:30: Einige britische Politiker halten bestimmte Bestimmungen der europäischen Nachkriegsordnung für revisionsbedürftig, andere befürchten das Großbritannien militärisch noch nicht ausreichend auf einen großen Krieg vorbereitet.
02:10:42: ist hinzukommen Sorgen um das britische Weltreich und die Stabilität Europas.
02:10:48: Chamberlain setzt deshalb auf persönliche Verhandlungen mit Hitler erhofft dass sich dessen territoriale Forderungen begrenzen lassen.
02:10:56: Frankreich befindet sich in einer besonders schwierigen Lage, denn die französische Regierung hat mit der Tschechoslowakie ein Bündnis geschlossen.
02:11:04: Im Falle eines deutschen Angriffs könnten daraus militärische Verpflichtungen entstehen.
02:11:09: Gleichzeitig ist Frankreich innenpolitisch gespalten – wirtschaftlich belastet und nach den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs nur wenig bereit einen weiteren großen Krieg zu riskieren.
02:11:19: Vor allem aber möchte die französische Regierung nicht ohne britische Unterstützung gegen Deutschland vorgehen!
02:11:25: Und so wächst der Druck auf die Tschechoslowakei, den deutschen Forderungen nachzugeben.
02:11:30: Dabei verfügt das Land durchaus über eine leistungsfähige Armee und moderne Grenzbefestigungen.
02:11:36: Die tschechoslowakische Regierung ist keineswegs bereit ihre Gebiete kampflos abzugeben – doch gegen den gemeinsamen diplomatischen Druck der westlichen Großmächte gerät.
02:11:45: sie zunimmt in eine nahezu aussichtslose Situation.
02:11:49: September neunzehn achtunddreißig.
02:11:51: Die Krise erreicht ihren Höhepunkt!
02:11:53: Am fünften September dreist Chamberlain nach Berchtesgaden, um persönlich mit Hitler zu verhandeln.
02:12:00: Hitler verlangt die Abtreitung der überwiegend deutschsprachigen Gebiete der Tschechoslovakie.
02:12:04: Chamberlains signalisiert grundsätzlich das Entgegenkommen.
02:12:08: Nur wenige Tage später am zweiundzwanzigsten September treffen beide Männer erneut zusammen – diesmal im Bad Godesberg.
02:12:16: Doch inzwischen hat Hitler seine Forderungen verschärft.
02:12:19: Er verlang nun eine rasche Übergabe der Gebiete und den Einmars stolzer Truppen.
02:12:23: Die Gespräche drohen zu scheitern.
02:12:25: Europa steht am Rand eines Krieges.
02:12:28: In der Czechoslovakie wird am XXIII.
02:12:30: September die allgemeine Mobilmachung angeordnet.
02:12:34: Hunderttausende Soldaten werden zu den Waffen gerufen, auch Frankreich und Großbritannien bereiten sich auf einen möglichen militärischen Konflikt vor.
02:12:42: In vielen europäischen Städten wächst die Angst – wird es tatsächlich wieder ein Krieg geben?
02:12:48: In dieser angespannten Situation tritt der italienische Diktator Benito Mussolini als Vermittler auf.
02:12:54: Italien ist längst ein enger politischer Partner des Nationalsozialistischen Deutschlands.
02:12:59: Mussolino verfolgt eigene Machtpolitische Interessen und unterstützt Hitlers aus politischem Ziele, dennoch gelingt es ihm die Einberufung einer internationalen Konferenz zu vermitteln.
02:13:10: Am neunzwanzigsten September-Achtunddreißig reisen Chamberlain und Deladier nach München.
02:13:16: Dort treffen sie auf Hitler und Mussolini.
02:13:18: Die Gespräche finden im sogenannten Führerbau am Königsplatz statt.
02:13:23: Stundenlang wird über die Zukunft der Czechoslovakife handelt, doch die Vertreter des betroffenen Staates sind von den eigenen Verhandlungen ausgeschlossen.
02:13:32: Auch die Sowjetunion, die unter bestimmten Voraussetzungen durch einen Beistandsvertrag mit der Czecho-Slovakie verbunden ist, nimmt nicht an der Konferenz teil!
02:13:41: Die vier Mächte entscheiden somit über die Abtretung eines großen Teils des tschechoslowakischen Staatsgebietes, ohne dass die Regierung in Prag gleichberechtigt daran mitwirken kann.
02:13:52: In der Nacht zum dreißigsten September-III.
02:13:55: wird schließlich das Münchner Abkommen unterzeichnet.
02:13:59: Es sieht vor, daß die Tschechoslovakei ihre überwiegend deutschsprachigen Grenzgebiete an das Deutsche Reich abtreten muss.
02:14:06: Die Räumung soll bereits am ersten Oktober beginnen und innerhalb weniger Tage abgeschlossen werden.
02:14:12: Ein internationaler Ausschuss soll sich mit Einzelheiten der Grenzziehung befassen.
02:14:17: Für Hitler ist das Abkommen ein gewaltiger außenpolitischer Erfolg, er erhält umfangreiche Gebiete ohne dafür einen Krieg gegen die westlichen Großmächte führen zu müssen.
02:14:26: für Chamberlain hingegen scheint sie seine Hoffnung auf eine friedliche Lösung erfüllt zu haben.
02:14:32: als er nach London zurückkehrt wird er von einer begeisterten Menschmenge empfangen.
02:14:36: berühmt wird seine Erklärungen er habe den Frieden für ihre Zeit gesichert.
02:14:41: Auch in Frankreich überwiegt zunächst die Erleichterung darüber, dass ein unmittelbarer Krieg vermieden werden konnte.
02:14:47: Doch die Freude mit den vermeintlich kretteten Frieden hat einen sehr hohen Preis!
02:14:52: Für die Czechoslovakais ist Abkommen eine politische Katastrophe – sondern auch wichtige industrielle Zentren, Rohstoffvorkommen und westliche Bestandteile ihrer Grenzverteidigung.
02:15:03: Besonders schwer wiegt der Verlust der Befestigungsanlagen, die in Jahren zuvor zum Schutz gegen einen möglichen deutschen Angriff errichtet worden
02:15:10: waren.".
02:15:11: Die militärische Verteidigungsfähigkeit des Landes wird dadurch erheblich geschwächt.
02:15:16: Hinzukommen wirtschaftliche Folgen Betriebe werden von ihrer bisherigen Absatzmerken getrennt Verkehrsverbindungen verändern sich, Handelsbeziehungen wären unterbrochen und zahlreiche Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze oder müssen ihren Wohnort verlassen.
02:15:31: die Czechoslovakie muss eine Entscheidung akzeptieren an deren zustande kommen sie nicht gleichberechtigt beteiligt war.
02:15:36: In der historischen Erinnerung wird das Münchner abkommen, deshalb häufig auch mit dem Begriff des Münchener Diktatsverbund.
02:15:44: Erst Oktober, und im Jahr ist es zu Ende.
02:15:46: Deutsche Truppen marschieren in das Sudetenland ein.
02:15:49: In zahlreichen überwiegend deutschsprachigen Orten werden die Soldaten begeistert empfangen.
02:15:54: Menschen säumen die Straßen, schwenken Hakenkreuzfahnen und jubeln den einmarschenden Einheiten zu.
02:16:00: Für viele Sudetendeutsche scheint sich der lange gehegte Wunsch nach einer Zugehörigkeit zu Deutschland erfüllt zu haben!
02:16:06: Doch längst nicht alle Bewohner teilen diese Begeisterung.
02:16:08: Für tschechische Einwohner, jüdische Familien, politische Gegner der Nationalsozialisten und andere verfolgte beginnt eine Zeit der großen Unsicherheit.
02:16:18: Viele Menschen verlassen die abgetretenen Gebiete aus Angst zur Verfolgung, Vertreibung oder wirtschaftlichem Ruin.
02:16:25: Unter ihnen befinden sich tschechesche Beamte Lehrer Soldaten und deren Familien aber auch deutsche Antifaschisten und jüdischen Bürger.
02:16:33: zurückbleiben Häuser Geschäfte, Arbeitsplätze und nicht selten ein ganzes bisheriges Leben.
02:16:39: Während sich für einen Teil der Bevölkerung die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu erfüllen scheint, bedeutet der Machtwechsel für andere den Verlust von Sicherheit und Freiheit.
02:16:49: Doch wie verändert sich der Alltag unter nationalsozialistischer Herrschaft?
02:16:53: Die Eingliederung des Sudeten Landes in das Deutsche Reich bringt weit mehr mit sich als neue Grenzlinie auf einer Landkarte – Verwaltung, Justiz, Schulen Und öffentliche Einrichtungen werden schrittweise an die nationalsozialistischen Strukturen angepasst.
02:17:08: An die Stelle demokratischer Mitbestimmung tritt die Herrschaft der NSDAP.
02:17:13: Politische Gegner werden verfolgt, oppositionelle Organisationen ausgeschaltet und das öffentliche Leben zunehmend gleichgeschaltet.
02:17:21: Auch die Schulen bleiben davon nicht verschont.
02:17:25: Kinder und Jugendliche sollen zu gehorsamen Mitgliedern der Nationalsozialisten Gesellschaft erzogen werden.
02:17:30: Die Hitlerjugend und der BDM gewinnen eine zentrale Bedeutung für die Freizeitgestaltung und politische Erziehungen.
02:17:37: Mit der Übertragung der nationalsozialistischen Rassegesetze auf die neuen Gebiete verschlechtern sich insbesondere die Lage der jüdischen Bevölkerung dramatisch.
02:17:46: Jüdische Menschen werden entrechtet, ausgegrenzt und zunehmend aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben verdrängt.
02:17:53: Bereits im Oktober auch im Sudetenland zu antisemitischen Gewalttaten im Zusammenhang mit den reichsweiten Novemberprogrammen.
02:18:01: Synagogen und jüdische Einrichtungen werden angegriffen, Geschäfte zerstört um Menschen mishandelt oder verhaftet.
02:18:09: Auch im wirtschaftlichen Alltag sind Veränderungen spürbar – die bisherige tschechoslowakische Währung wird durch die Reichsmark ersetzt!
02:18:17: Behörden und Verwaltungen müssen umgestellt werden und zahlreiche bisherigen Regelungen verlieren ihre Gültigkeit.
02:18:24: Was für Erwachsene mit wirtschaftlichen und politischen Folgen verbunden ist, kann für die Kinder zunächst wer eine merkwürdige Veränderung des Alltags erscheinen.
02:18:31: So erinnert sich auch Traudel daran, dass sie ihre sieben tschechoslowakischen Kronen umtauschen durfte – und verwundert war, als sie dafür nur wenige neue Geldstücke bzw.
02:18:40: Scheine erhielt!
02:18:42: Eine kleine Kindheitserinnerung hinter der sich eine gewaltige politische Veränderungen verbirgt.
02:18:48: Doch auch für jene Menschen, die den deutschen Einmarsch zunächst begrüßen wird sich das Leben in folgenden Jahren grundlegend verändern.
02:18:55: Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs werden immer mehr Männer zur Wehrmacht eingezogen, Familien wären getrennt, Lebensmittel rationiert und das gesamte gesellschaftliche Leben zunehmend eine Anforderung der Kriegswirtschaft untergeordnet.
02:19:09: Der Krieg, der in den Neunzehn-Achtern dreißig scheinbar noch verhindert werden konnte, wirschte sie auch das Leben jener Menschenbestimmen die damals den Anschluss an das Deutsche Reich gefeiert haben.
02:19:20: Bereits wenige Monate nach dem Münchner Abkommen zeigt sich, dass Hitler keineswegs bereit ist seine territorialen Forderungen zu begrenzen.
02:19:27: Im März von neununddreißig zerfällt die verbliebene Czechoslovakai unter massiven deutschen Druck.
02:19:33: Die Slovakia erklärt ihre Unabhängigkeit und entwickelt sich zu einem Eng mit dem nationalsozialistischen Deutschland verbundenem Staat.
02:19:40: Am fünften März in neun und dreißig marschieren deutsche Truppen in die verbleibenden tschechischen Landesteile ein.
02:19:47: Kurz darauf wird das sogenannte Protektorat Böhmen und Mernen errichtet.
02:19:52: Damit hat Hitler nicht nur Gebiete mit überwiegend deutschsprachigem Bevölkerung unter deutsche Herrschaft gebracht, sondern auch große Teile eines fremden Staates besetzt.
02:20:01: Spätestens jetzt wird deutlich dass seine Expansionspolitik weit über die angebliche Zusammenführung deutsch sprachiger Menschen hinausgeht.
02:20:09: Für Großbritannien und Frankreich ist die Besetzung ein entscheidender Wendepunkt.
02:20:13: Das Vertrauen in Hitlers Zusicherungen ist nun schwer erschüttet.
02:20:18: Am ersten September, überfällt die Deutsche, wie er macht Polen.
02:20:22: Zwei Tage später erklären Großbritannien und Frankreich den Deutschen Reich den Krieg.
02:20:27: Der Zweite Weltkrieg in Europa hat begonnen.
02:20:34: und Erlebnisse mit einem Menschen zu teilen, die man zuvor vielleicht noch nie begegnet ist.
02:20:54: Umso dankbarer bin ich auch für das Vertrauen, dass mir entgegenbracht wurde und möchte mich besonders bei weiterorts Enkelin bedanken, der mir den Kontakt vermittelt hat.
02:21:03: Jede einzelne Lebensgeschichte ist wertvoll – jede Erinnerung ein kleines Stück unserer Vergangenheit, das uns dabei hilft, die große Geschichte einen wenig besser zu verstehen.
02:21:13: Und gerade deshalb möchte ich euch zum Abschluss noch ein Gedanken mit auf den Weg geben!
02:21:17: Vielleicht kennt ihr das olympische Feuer Eine Flamme, die von einer Facke zur nächsten weitergegeben wird.
02:21:24: Von einem Menschen zum anderen über viele Kilometer hinweg Durch Städte, Dörfer und über Landesgrenzen hinaus wird sie getragen Und obwohl die Menschen wechseln bleibt das Feuer bestehen.
02:21:37: Ich glaube mit den Erinnerungen unserer Zeitzeugen und Zeitzeugens verhält es sich ganz ähnlich.
02:21:42: Jeder Mensch trägt seine eigene Flammen in sich eine Flamma voller Erinnerung Erfahrungen Hoffnungen Ängsten und manchmal auch unvorstellbares Leid.
02:21:54: Wenn uns diese Menschen ihre Geschichte erzählen, dann reichen sie uns gewissermaßen ihre Fackel.
02:21:59: Sie schenken uns ein Stück ihrer Vergangenheit Und vertrauen darauf dass wir sorgsam damit umgehen Dass wir die Erinnerung bewahren Das wir sie weitererzählen Und das wir dafür sorgen, dass ihre Stimmen nicht irgendwann in der Stille der Vergangenheid verstummen.
02:22:15: Eines Tages wird die Generation Die den Zweiten Weltkrieg noch selbst erlebt hat nicht mehr unter uns sein.
02:22:22: Dann wird es an uns liegen, ihre Geschichten lebendig zu halten.
02:22:26: und genau deshalb möchte ich auch dir danken denn wenn du diese Folge bis zum Ende gehört hast dann bist doch du ein Teil dieser Erinnerungskette geworden.
02:22:37: Du hast zugehört und dich mit einer Lebensgeschichte beschäftigt die Jahrzehnte zurücklegt und doch so viel mit unserer Gegenwart zu tun hat.
02:22:45: So gibst auch du die Fackel weiter von allen Menschen zum anderen.
02:22:50: Und solange wir das tun, so lange wie zuhören Nachfragen und weiterzählen wird diese Flamme nicht erlöschen.
02:22:59: Wenn dir diese Folge gefallen hat würde ich mich riesig freuen wenn du meinen Podcast mit einer positiven Bewertung unterstützt.
02:23:05: Vielleicht hast du einen kleinen Moment Zeit mir fünf Sterne zu hinterlassen oder ein paar persönliche Worte zu schreiben Denn hinter jeder einzelnen Folge stecken viele Stunden Recherche Vorbereitung natürlich ganz viel Herzblut.
02:23:17: Mit deiner Bewertungen hilfst Du dabei dass noch mehr Menschen auf Wunderwissen Weltkrieg aufmerksam werden und diese wertvollen Geschichten hören können.
02:23:25: Außerdem möchte ich dich ganz herzlich dazu einladen, auf meiner neuen Homepage vorbei zu schauen!
02:23:30: Unter raffaela-höfner.de erfährst du noch vielmehr über meine Arbeit als Autorin, bei meinen historischen Romane, meine Recherchen und all die Orte, die ich im Laufe der vergangenen Jahre besucht habe.
02:23:43: Dort findest Du auch weitere Einblicke in meinem Podcast denen ich begegnen durfte.
02:23:51: Und natürlich freue mich immer über Nachrichten von euch!
02:23:53: Vielleicht hast du auch Anregungen, Fragen oder Wünsche für zukünftige Folgen?
02:23:58: Vielleicht kennst du auch selber eine Zeitzeugin oder ein Zeitzeugen der mir seine Geschichte gerne erzählen möchte.
02:24:04: Dann melde dich unbedingt bei mir.
02:24:08: Damit verabschiede ich mich für heute von euch.
02:24:10: Ich danke Euch von Herzen fürs Zuhören Für Ihre Treue und dafür dass Ihr gemeinsam mit mir die Erinnerungen an unsere Vergangenheit lebendig haltet.
02:24:19: Schallt das nächste Mal unbedingt wieder ein, wenn es heißt Wunder-Wissen Weltkrieg.